At&t überraschung: abonnentenwachstum schlägt experten voraus
Die Zahlen sprechen für sich: AT&T hat im ersten Quartal 2026 mit einem beachtlichen Netto-Zuwachs von 294.000 neuen Postpaid-Telefonabonnenten für Aufsehen gesorgt. Eine fulminante Leistung, die die Analysten weltweit überraschte.
Unerwarteter schub im mobilfunkmarkt
Wall Street hatte mit lediglich 272.000 Neuzuwänden gerechnet. Dieser Sprung übertrifft die Erwartungen deutlich und unterstreicht die wachsende Beliebtheit der Dienste des Telekommunikationsriesen. Die Zahlen sind ein klares Signal für die strategische Ausrichtung von AT&T.
Doch es gibt auch Schattenseiten. Das Churn-Rate, also die Abwanderungsrate, blieb leicht erhöht – zwar von 0,98% im vierten Quartal 2025 auf 0,89% im ersten Quartal 2026, aber immer noch nicht zufriedenstellend. Die Herausforderung besteht darin, die Kundenbindung zu stärken.

Bundling als erfolgsfaktor
Ein Lichtblick ist das zunehmende Kunden-Bundling. Fast 42% der Haushalte, die Internet von AT&T nutzen, sind gleichzeitig auch Mobilfunkkunden. Diese Integration scheint sich auszuzahlen, denn der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer (ARPU) sank leicht, was aber durch die Preiserhöhungen für die Premium-Tarife kompensiert wird.

Preisstrategie unter druck
AT&T hat die Preise für seine Top- und Einsteiger-Tarife erhöht, um den ARPU zu steigern. Im ersten Quartal 2026 lag der ARPU für Postpaid-Telefonkunden bei 55,57 US-Dollar – ein Minus von fast einer ganzen Dollar gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung ist ein Zeichen der zunehmenden Wettbewerbsintensität im Markt.
Erholung im advanced connectivity segment
Trotzdem zeigt das Unternehmen eine deutliche Erholung im Bereich Advanced Connectivity, das den Fokus auf 5G und Glasfaser-Dienste legt. Die Umsätze in diesem Segment stiegen um 5%, getrieben durch den Verkauf von Mobilgeräten. Der operative Gewinn sprang um 14,8% auf 6,853 Milliarden US-Dollar.
Aktienmarkt reagiert positiv
Die AT&T-Aktien erlebten am Mittwoch eine bemerkenswerte Comeback-Tour, nachdem sie zunächst aufgrund der T-Mobile/Deutsche Telekom-Merger-Spekulationen an Wert verloren hatten. Ein klarer Beweis dafür, dass das Unternehmen den richtigen Weg eingeschlagen hat – zumindest vorerst.