Ternus setzt auf services: apple schwenkt die wirtschaftswaffe
Der neue CEO John Ternus hat die internen Reihen nach nur einer Woche mit einer überraschenden Kehrtwende in die Tat geschickt. Statt der erwarteten Fokussierung auf neue Hardware-Innovationen, offenbarte er eine tiefe Wertschätzung für Apples Services-Imperium.
Services als trumpfkarte: ternus verpasst hardware-nostalgie
Ternus, ein Ingenieur mit einer Vergangenheit im Bereich Aluminium, Glas und Silizium, wählte für seine erste öffentliche Rede ein Thema, das weit über die üblichen Verdächtigen hinausging – iPhones. Bloomberg-Korrespondent Mark Gurman berichtete, dass der Hardware-Experte sich stattdessen die beeindruckende Performance der Services-Abteilung unter Eddie Cue vor Augen führte. Er sprach von „bewunderungswürdigem“ Aufbau und kündigte eine deutliche Ausweitung der Division an, anstatt die Entwicklung zu bremsen.
Ternus selbst gestand, seinen täglichen Arbeitsalltag mit Apple Music, Podcasts im Auto, Apple Pay, iCloud und Apple TV zu verbringen. Eine klare Bestätigung, dass die Recurring-Revenue-Strategie unter der neuen Führung weitergeführt wird.

Apple pay: der schlüssel zum erfolg
Ein besonderes Lob zollte Ternus Apple Pay. Er bezeichnete den Bezahldienst als „die Revolutionierung des Handels und der Art, wie Menschen kaufen“ – eine bemerkenswerte Einschätzung für einen Hardware-Ingenieur. Ternus hob hervor, dass Apple Pay die perfekte Ergänzung zu Apples Hardware-, Software- und Services-Ökosystem darstellt.
Die Zahlen sprechen für sich: Apple Pay erreicht sein zweites Jahrzehnt und erlebt seit dem 10-jährigen Jubiläum eine deutliche Steigerung durch die Einführung von Ratenzahlungen, Prämienprogrammen und verbesserte Checkout-Funktionen. Die Frage ist: Wie wichtig wird Apple Pay im Alltag wirklich?
Cook, Cue und Maestri haben in den vergangenen sieben Jahren konsequent auf Services gesetzt, da die Verkäufe von iPhones zu stagnieren begannen. Die Befürchtung, dass ein Hardware-First-CEO die Services-Abteilung vernachlässigen und die Ressourcen wieder in Geräte lenken würde, wurde nun entschieden entkräftet. Ternus hat die Priorität klar definiert und demonstriert damit, dass die Strategie für die Zukunft intakt bleibt.

Fazit: ein mutiger schachzug
Dieser Schritt ist für Apple unerlässlich. Ternus könnte hätte sich auf nostalgische Hardware-Referenzen stützen, stattdessen setzte er auf eine ehrliche Anerkennung der Services-Abteilung. Der Applaus für Apple Pay ist ein klares Signal an die Investoren: Das Services-Flywheel dreht sich weiter, unabhängig von der Person, die das Ruder in der Hand hält. Die Einnahmen aus Apple Pay allein belaufen sich auf rund 4 Milliarden Dollar pro Jahr, dank eines Prozentsatzes von 0,15% auf jede Transaktion.