Google translate: spracherkennung jetzt – aber nur für spanien und indien
Nach Chrome und YouTube ist Google Translate für mich auf dem Smartphone längst die primäre App. Wer wie ich die App intensiv nutzt – beispielsweise gerade ein spanisches Buch, "Don Quixote", vertieft ist – wird sich über die neue Spracherkennung freuen. Die Funktionalität ist bisher allerdings noch sehr eingeschränkt.
Neue sprachlernhilfe im testlauf
Die Funktion ist bisher nur in den USA und Indien verfügbar und unterstützt bislang lediglich Spanisch und Hindi. Trotzdem: Die Möglichkeit, die Aussprache von Wörtern direkt im Tool korrigieren zu lassen, ist ein deutlicher Schritt nach vorn. Ich nutzte bisher vor allem Duolingo, um mir einzelne Wörter anzueignen, aber diese neue Funktion in Google Translate scheint mir für gezielte Ausspracheübungen völlig ausreichend.

So funktioniert’s
Die Nutzung ist denkbar einfach. Zuerst muss man die neueste App-Version installieren – und zwar für Android. Dann tippt man den Satz in die gewünschte Sprache ein und klickt auf den neuen "Üben"-Button. Dieser ist allerdings nur bei Spanisch und Hindi aktiv. Google analysiert dann Ihre Aussprache und gibt Ihnen direkt Feedback. Es ist erstaunlich, wie präzise die Korrekturen sind – und wie ähnlich die Rückmeldung an die Art und Weise erinnert, wie Duolingo seine Nutzer korrigiert. Es ist ein deutlicher Fortschritt, der die App deutlich wertvoller macht.

Ein geburtstag mit mehrwert
Die neue Funktion wurde übrigens zum 20. Geburtstag von Google Translate vorgestellt. 20 Jahre! Das ist unfassbar. Gerade erst habe ich erfahren, dass Google kürzlich die Fähigkeit integriert hat, Slang und Redewendungen zu verstehen. Google investiert also weiterhin massiv in die Weiterentwicklung seines Übersetzers – ein lobenswerter Trend, der auch meine Skepsis bezüglich der künstlichen Intelligenz ein wenig reduziert.
Fazit
Google Translate hat sich weiterentwickelt – und das ohne die typischen, künstlichen Phrasen, die man von KI-Systemen kennt. Die Spracherkennung ist zwar noch nicht flächendeckend verfügbar, aber ein vielversprechender Schritt, der die App für Sprachlerner und Reisende deutlich attraktiver macht. Die Konkurrenz hat es ihm in dieser Hinsicht – vorerst – überholt.