Aerosol-ofen: mehr fettfrei' oder nur eine andere art zu braten?
Vor fünf Jahren noch Nische, heute auf fast jedem Küchentisch: Der Airfryer. Er verspricht knusprige Ergebnisse mit wenig Öl – und klingt nach gesünderem Essen. Doch ist das wirklich so? Ernährungsexperte Manuel Viso von TikTok stellt diese Annahme nun in Frage.

Der hype um den airfryer: mehr als nur weniger fett
Die Funktionsweise ist simpel: Durch intensive Warmluftzirkulation wird das Essen gegart, ähnlich wie beim Braten. Das Ergebnis ist optisch und geschmacklich vergleichbar, allerdings mit einem deutlich geringeren Fettgehalt. Diese Reduktion hat durchaus einen positiven Effekt auf die Kalorienaufnahme und die Bildung potenziell schädlicher Stoffe.
Doch Vorsicht: Viso warnt davor, den Airfryer als Allheilmittel zu sehen. „Man kann mit einem Airfryer keine schlechten Zutaten gesund machen“, erklärt der Experte. Wer beispielsweise stark verarbeitete Lebensmittel darin zubereitet, erhält lediglich eine fettreduzierte Version derselben. Die Nährwertprofil bleibt unverändert.
Der eigentliche Knackpunkt liegt in der falschen Interpretation des Geräts. Der Airfryer verändert lediglich die Garmethode, nicht den Inhalt. Er verwandelt keine Fastfood-Burger in nährstoffreiche Mahlzeiten. Die Leute verharren in einem Selbstbetrug: Sie nutzen ein vermeintlich gesundes Gerät, ohne ihre Ernährungsgewohnheiten zu ändern.
Viso plädiert für einen bewussten Umgang mit dem Gerät: Gemüse, frische Proteine, selbstgemachte Gerichte mit hochwertigen Zutaten – darin liegt das Potenzial des Airfryers. Er bietet eine praktische Möglichkeit, knusprige Gerichte mit weniger Fett und in kürzerer Zeit zuzubereiten. Aber das Gerät selbst macht nichts gesund, nur die darin zubereiteten Speisen.
Die Zahl der Airfryer-Verkäufe steigt stetig. Das zeigt: Die Sehnsucht nach schnellem, unkompliziertem Essen bleibt bestehen. Und die Gefahr, sich in der vermeintlichen Gesundheit zu verlieren, ist real.