Ai-booom trifft ibm: aktienabsturz nach cobol-ankündung
- Ai-booom trifft ibm: aktienabsturz nach cobol-ankündung
- Anthropic verspricht modernisierung von cobol
- Kursverfall: der größte seit 1968
- Die größte auswirkung: mainframes und cobol
- Investoren-ängste: die zukunft der software
- Ibm reagiert: modernisierungsoptionen
- Der trend ist klar: künstliche intelligenz verändert die branche
Ai-booom trifft ibm: aktienabsturz nach cobol-ankündung
Die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) hält ungebremst an. Aktuelle Entwicklungen bei der Firma Anthropic haben heute zu einem massiven Kursverlust der Aktie des International Business Machines (IBM) geführt. Die Aktie verzeichnete ihren größten Tagesverlust seit 25 Jahren – ein Rückgang von 13%. Dies ist die stärkste prozentuale Abwärtsbewegung seit Oktober 2000 und vollzieht sich inmitten einer bereits schwierigen Periode für den Technologiekonzern.

Anthropic verspricht modernisierung von cobol
Der Auslöser für den Absturz ist eine Ankündigung von Anthropic, einer KI-Start-up-Firma. Das Unternehmen kündigte an, dass seine KI-Lösung Claude Code die Modernisierung von Cobol-Programmen erleichtern kann. Cobol ist eine veraltete Programmiersprache, die hauptsächlich in Systemen eingesetzt wird, die auf IBM-Mainframes laufen. Die Ankündigung wurde als Bedrohung für IBM wahrgenommen, da sie das Potenzial hat, die Nachfrage nach traditionellen Mainframe-Systemen zu verringern.

Kursverfall: der größte seit 1968
Der Kursverfall der IBM-Aktie ist alarmierend. Im Februar verzeichnete die Aktie bereits einen Rückgang von 27% und befindet sich damit auf Kurs für den größten monatlichen Verlust seit mindestens 1968. Diese Entwicklung spiegelt die wachsende Besorgnis der Investoren über die Auswirkungen der KI auf etablierte Technologieunternehmen wider. Der Absturz folgte auf eine Reihe von Nachrichten, die die KI-Branche belasteten.

Die größte auswirkung: mainframes und cobol
Ein Großteil der Einnahmen von IBM ist weiterhin an sein Mainframe-Geschäft gebunden. Diese leistungsstarken Server werden von Kunden mit hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit, wie beispielsweise im Finanz- und öffentlichen Sektor, genutzt. Viele dieser Mainframes laufen mit Cobol-Anwendungen. Die Ankündigung von Claude Code deutet darauf hin, dass die Modernisierung dieser Systeme in Zukunft einfacher werden könnte, was IBMs traditionelles Geschäftsmodell gefährdet.

Investoren-ängste: die zukunft der software
Die Sorge der Investoren konzentriert sich darauf, dass KI-gestützte Tools wie Claude Code die Notwendigkeit für die Entwicklung und Wartung traditioneller Software reduzieren könnten. Die Fähigkeit von KI, Code zu generieren, birgt die Gefahr, dass die Nachfrage nach etablierten Produkten und Dienstleistungen sinkt. Dies betrifft nicht nur Mainframe-Systeme und Cobol, sondern auch andere Bereiche der Softwareindustrie.

Ibm reagiert: modernisierungsoptionen
Amit Daryanani von Evercore ISI kommentierte die Situation und betonte, dass IBM bereits verschiedene Modernisierungsoptionen für Kunden anbietet. Er glaubt, dass Kunden bereits die Möglichkeit hatten, von Mainframes abzuwandern, aber dennoch weiterhin auf die IBM-Plattform setzen. IBM hat 2023 eine KI-basierte Lösung vorgestellt, die die Arbeit mit Cobol erleichtert und die Migration zu moderneren Sprachen wie Java unterstützt. Arvind Krishna, der CEO von IBM, berichtete im Juli 2025 von einer breiten Akzeptanz dieser Lösung.
Der trend ist klar: künstliche intelligenz verändert die branche
Die Entwicklungen um Anthropic und Claude Code verdeutlichen den tiefgreifenden Wandel, den die KI-Technologie in der Technologiebranche bewirkt. Während IBM versucht, mit eigenen Lösungen auf diesen Trend zu reagieren, bleibt die Unsicherheit über die langfristigen Auswirkungen der KI auf etablierte Geschäftsmodelle bestehen. Die Aktie des Unternehmens wird weiterhin genau beobachtet, um die weitere Entwicklung zu verfolgen.