Airdrop & quick share: sicherheitslücken gefährden smartphones – so schützen sie sich

Forscher haben verheerende Schwachstellen in AirDrop und Androids Quick Share entdeckt. Einmaliger Zugriff auf Millionen von Geräten – darunter iPhones, Samsung-Flaggschiffe und Pixel – birgt ernsthafte Risiken.

Schädliche überwachung im hintergrund

Die Studie des CISPA Helmholtz Center for Information Security zeigt: Mit einem einfachen WLAN-Laptop in Reichweite (ungefähr 30 Meter) können Angreifer die AirDrop- und Quick-Share-Dienste lahmlegen. Der Angriff nutzt eine manipulierte Anfrage, die den Hintergrunddienst, der für AirDrop, AirPlay, Handoff und Co. zuständig ist, zum Absturz bringt. Das Ergebnis: Funktionen wie Dateiübertragung fallen aus – ohne, dass Daten tatsächlich gestohlen werden.

Was besonders beunruhigend ist: Die Schwachstellen betreffen beide Systeme, obwohl der Code kaum Ähnlichkeiten aufweist. Das spiegelt offenbar die Herausforderungen bei der Entwicklung von Funkprotokollen wider, die auf Nähe angewiesen sind. Arash Ale Ebrahim, Sicherheitsforscher bei CISPA, betont: „Der gemeinsame Fehler zeigt, dass es hier nicht um spezifische Fehler in Apple oder Google geht, sondern um grundlegende Probleme in der Technologie.“

Iphone, galaxy und pixel betroffen

Iphone, galaxy und pixel betroffen

Die Auswirkungen sind potenziell weitreichend – die Forscher schätzen, dass über fünf Milliarden Geräte betroffen sein könnten. Das iPhone 17 Pro Max, das Galaxy S26 Ultra und das Pixel 10 Pro sind besonders gefährdet. Apple hat bereits einen Bug behoben, aber die anderen beiden Schwachstellen sind noch im Koordinatendiskussionsprozess. Die Situation ist also komplex und die vollständige Lösung könnte noch einige Zeit dauern.

So schützen sie ihre daten

So schützen sie ihre daten

Für die meisten Nutzer ist das Risiko gering, aber die Möglichkeit, AirDrop oder Quick Share zeitweise lahmzulegen, kann problematisch sein, wenn Dateien täglich übertragen werden. Die Empfehlung: Konzentrieren Sie sich auf die Kontaktliste bei AirDrop und deaktivieren Sie die „Jeder“ Einstellung, wenn Sie nicht aktiv Dateien teilen. Bei Android gilt: Begrenzen Sie die Sichtbarkeit von Quick Share auf Ihre Geräte oder Kontakte – vermeiden Sie die Einstellung „Jeder“.

Google hat reagiert

Auch Google hat zwei Authentifizierungsfehler in Quick Share entdeckt und behoben, die auf einem Galaxy S23 Ultra gefunden wurden. Die Sicherheitslücken sind ein weiterer Beweis dafür, dass auch hier nicht alles reibungslos funktioniert. Apple hat einen der drei AirDrop-Fehler behoben, die anderen beiden werden noch koordiniert offengelegt.

Fazit: vorsicht ist geboten

Die Sicherheitslücken sind ein Warnsignal: Selbst etablierte Technologien wie AirDrop und Quick Share sind nicht immun gegen Fehler. Es ist wichtig, die Einstellungen regelmäßig zu überprüfen und die Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um sich vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Die Einstellung „Jeder“ sollte nur in Ausnahmefällen aktiviert werden – und dann nur, wenn man die Risiken versteht.