Amazon fire phone 2.0: scheitern 2.0? shopping-fokus könnte den fehler der vergangenheit wiederholen
Amazon versucht es erneut: Mit dem intern als „Transformer“ bekannten Gerät will der Konzern den Online-Handel direkt auf das Smartphone übertragen. Doch die Geschichte der Fire Phone ist eine Mahnung – und die ersten Zeichen deuten auf ein Déjà-vu hin.

Der erste fehlschlag: eine lektion, die vergessen wurde?
Das ursprüngliche Fire Phone aus dem Jahr 2014 gilt als einer der größten Smartphone-Flops der Geschichte. Es fehlte die Unterstützung für den Google Play Store und andere beliebte Apps wie Instagram oder Snapchat – ein fataler Fehler. Die Nutzer blieben weitgehend abgetan, obwohl Amazon versuchte, mit eigenen Apps wie Amazon Video und Music zu punkten. Das Problem: Die geringe Nutzerbasis des Fire Phone machte diese Bemühungen zunichte.
Nun scheint Amazon mit dem „Transformer“ erneut auf dieses Geschäftsmodell zu setzen. Angetrieben durch den Alexa-Sprachassistenten soll das Gerät den Einkauf über Amazon.com, Prime Video und Prime Music vereinfachen. Doch ob diesmal die Rechnung aufgeht, ist fraglich.
Die Strategie ist simpel: Das Smartphone soll primär für den Einkauf optimiert sein. Amazon plant, mit dem Gerät nicht nur Abonnements für seine Dienste zu fördern, sondern auch Daten über das Kaufverhalten der Nutzer zu sammeln – Daten, die dann an Hersteller und Einzelhändler verkauft werden können. Ein Geschäftsmodell, das bereits im ersten Versuch scheiterte.
Das neue Gerät soll in zwei Varianten erhältlich sein: eine günstigere Mittelklasse-Version für 300-500 Dollar und eine High-End-Version für 750-999 Dollar. Beide Modelle bieten die gleiche Einkaufserfahrung. Doch selbst mit einem attraktiven Preis ist es fraglich, ob Amazon die Nutzer überzeugen kann. Denn die meisten Smartphone-Nutzer nutzen bereits Android- oder iOS-Geräte für ihre Einkäufe.
Die Frage ist: Wird Amazon die Nutzer diesen Schritt wert finden? Nur wenn das Gerät wirklich etwas Besonderes bietet – und das ist mehr als nur ein optimierter Online-Shop. Die Daten, die Amazon sammelt, könnten ein echter Mehrwert sein, doch ob das ausreicht, um den Fehltritt von 2014 zu kompensieren, bleibt abzuwarten.
Das Unternehmen setzt auf die Stärke von Alexa, die den Einkauf durch Sprachbefehle erleichtern soll. Doch die eigentliche Frage ist, ob Amazon es schaffen wird, die Nutzer von diesem neuen Ansatz zu überzeugen – oder ob das „Transformer“-Gerät ebenfalls in Vergessenheit geraten wird.
Amazon setzt auf ein Konzept, das bereits 2014 scheiterte. Die Nutzer werden nicht begeistert sein.