Anthropic im clinch: hacker-angriff gefährdet ki-revolution

Ein Datenleck von erschreckender Größe hat die Privatsphäre der Künstlichen Intelligenz von Anthropic in ein fragiles Licht gerückt. Jetzt ist Claude Mythos, der neueste und potenziell mächtigste Sprachmodell des Unternehmens, erneut Ziel von Hackern.

Mythos im visier: sicherheitslücken vor dem durchbruch

Mythos im visier: sicherheitslücken vor dem durchbruch

Bloomberg berichtet, dass ein kleiner Kreis von Nutzern der Discord-Plattform Zugriff auf eine Vorabversion des Modells erlangt hat. Gleichzeitig kündigte Anthropic an, Mythos zunächst nur ausgewählten Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Ein portavoz bestätigte eine Untersuchung eines unautorisierten Zugriffs, betonte aber, dass es bisher keine Hinweise auf einen umfassenden Hack gab. Die Situation ist angespannt, denn nur vor wenigen Wochen hatte Anthropic bereits mit der Datenleckage von Claude Code zu kämpfen.

Die Gefahr ist real: Claude Mythos birgt nach Erkenntnissen von Sicherheitsexperten 271 Schwachstellen im Firefox. Vor einigen Jahren waren solche Angriffe schlichtweg unmöglich – heute sind sie eine konkrete Bedrohung. Anthropic hatte sich selbst davon überzeugt, dass Mythos so leistungsfähig sei, dass seine Veröffentlichung für die Öffentlichkeit zu riskant wäre. Doch die Sicherheitslücken sind offensichtlich und stellen eine ernsthafte Herausforderung dar.

Kimi K2.6, eine Superintelligenz, die in der Lage ist, 300 Agenten parallel zu steuern und Stundenlang ohne menschliche Aufsicht zu programmieren, verstärkt die Sorgen. Anthropic scheint kaum von einem Rückschlag zu erholen, als bereits ein neuer Schlag gegen das Unternehmen fällt. Der Zugang erfolgte, wie berichtet, durch eine externe Partei. Diese Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit einer verstärkten Sicherheitsüberwachung.

Apple, Microsoft und Amazon gehören zu den Unternehmen, die Mythos derzeit testen dürfen. Dario Amodei, CEO von Anthropic, betont die Fähigkeiten des Modells, das sich – so seine Aussage – in “alle wichtigen Betriebssysteme und Webbrowser einschleusen kann, sobald ein Nutzer dies wünscht”. Es bleibt abzuwarten, ob diese Behauptung wirklich zutrifft und ob die Sicherheitsvorkehrungen ausreichen, um das Risiko eines Missbrauchs zu minimieren.

Die aktuelle Situation zeigt deutlich: Der Wettlauf um die nächste Generation der KI ist nicht nur technologisch, sondern auch ein Wettlauf um Sicherheit. Anthropic muss dringend handeln, um die Schwachstellen zu beheben und Mythos vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Der Preis für Versäumnisse könnte alles andere als gering sein.