Apple vision pro: der traum vom spatial computing wird zur teuren enttäuschung

Die Hoffnungen auf eine Revolution mit dem Apple Vision Pro sind geplatzt. Ein internes Papier deutet darauf hin, dass Apple das Gerät weitgehend aufgegeben hat – und die Käufer sitzen auf dem Schaden.

Das m5-update als placebo-effekt

Das M5-Chip, die komfortablere Dual Knit Band und die verbesserte Bildwiederholfrequenz von 120 Hz sowie die zusätzliche Akkulaufzeit von rund 30 Minuten sollten den Vision Pro den Durchbruch verschaffen. Stattdessen blieb der Preis bei dem astronomischen Betrag von 3.499 US-Dollar – und das Gerät fand kaum Anklang.

Laut Insiderquellen hat Apple die Entwicklung des Headsets komplett eingestellt. Das Team wurde offenbar umstrukturiert und einige ehemalige Mitglieder sind nun an der Arbeit an Siri involviert. Ein bitteres Ende für ein Projekt, das mit so viel Aufsehen und Erwartung verbunden war.

Hohe rückgabequoten und ein verpasster anschluss

Hohe rückgabequoten und ein verpasster anschluss

Die ungewöhnlich hohen Rückgabequoten – weit über denen anderer moderner Apple-Produkte – bestätigen den Eindruck, dass der Vision Pro weit entfernt von den Versprechungen war. Das M5-Update fühlte sich weniger wie eine echte Verbesserung an, als vielmehr wie ein Taktikwechsel. Der Chip war zwar leistungsfähiger, das Gestrüpp aus einem besseren Kopfriemen und der höheren Bildwiederholfrequenz konnte die grundlegenden Probleme – den exorbitant hohen Preis, das Gewicht und das Fehlen überzeugender Inhalte – nicht kaschieren.

Ein seitenwechsel: smart glasses statt spatial computing

Ein seitenwechsel: smart glasses statt spatial computing

Die Strategiewende scheint sich nun abzuzeichnen. Statt weiterhin in VR zu investieren, konzentriert sich Apple offenbar auf die Entwicklung von Smart Glasses, um mit Ray-Ban Meta konkurrieren zu können. Der erste Schritt soll ein AI-gestütztes Modell sein, das – hier kommt der Knackpunkt – kaum noch die vorhandene Technologie des Vision Pro nutzen kann. Die benötigte Leistung wäre für ein kleineres Gerät schlichtweg zu hoch.

Die Entwicklung muss also von Grund auf neu erfolgen – ein enormer Kostenfaktor und ein deutliches Zeichen dafür, dass Apple die Vision für das Spatial Computing offenbar überdacht hat. Ein teurer Fehler für diejenigen, die bereits 3.499 US-Dollar investiert haben.