Apple-gründer wayne: ein risiko, das ihn reich hätte gemacht – und warum er es verließ
Ronald Wayne, der unscheinbare dritte Mann bei Apple, könnte heute ein Milliardär sein. Doch statt der Tech-Dynastie zu verfolgen, entschied er sich für einen radikal anderen Weg – und damit für eine Entscheidung, die ihn bis heute prägt.
Der ‘mann im raum’, der alles verpasste
Im Jahr 1976, als Steve Jobs und Steve Wozniak die Welt mit Apple revolutionierten, war Wayne der erfahrene Senior – ein 41-jähriger Geschäftsmann, der deutlich älter war als die jungen Gründer. Er war nicht nur der ‘Mann im Raum’, sondern auch derjenige, der den Gesellschaftsvertrag entwarf, das erste Logo mit Isaac Newton unter dem Apfel entwarf und sogar das Handbuch für den Apple I schrieb. Eine Aufgabe, die ihm offenbar weniger zusagte als die Vorstellung, das Risiko einzugehen.
Die entscheidende Wendung kam nur 12 Tage nach der Gründung. Wayne verkaufte seine 10% Anteile für lediglich 2.300 Dollar – damals kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Heute hätte er eine Beteiligung am Wert von über 350 Milliarden Dollar.
Ein bitteres ErbeDie Geschichte ist schockierend: Wayne, der damals alles verpasste, hätte heute ein Vermögen angesammelt. Er erkannte früh, dass Jobs' unbändige Energie und sein unerschütterlicher Drang nach Innovation – die er selbst als ‘Tiger an der Zahnbürste’ bezeichnete – ihn zu einem Leben im permanenten Stress zwangen. Ein Leben, in dem er vermutlich der reichste Mann der Welt geworden wäre, aber auch ein Leben, das er nicht wollte.
Wayne legt großen Wert auf seine persönliche Zufriedenheit. Er verbrachte seine Zeit lieber mit der Sammlung von Münzen und Briefmarken, weit weg von den Hektiken der Technologiebranche. Sein Rat an die junge Generation, die Z Generation, ist unmissverständlich: ‘Priorisiert eure geistige Gesundheit und Leidenschaft vor dem Geld.’

Ein deal, der sich als goldgrube entpuppte
Die Verkaufsunterlagen des Gesellschaftsvertrags, den Wayne jahrelang aufbewahrt hatte, wurden in den 90ern für gerade mal 500 Dollar an einen Sammler verkauft. Jahre später erreichte der Vertrag ein Rekordergebnis von 1,6 Millionen Dollar auf einer Auktion – ein weiteres ‘verpasstes Geschäft’, über das Wayne mit seiner gewohnt ruhigen Gelassenheit kommentierte. Auch sein aktueller Computer ist kein Apple-Produkt: Ein Dell.
Wayne's Entscheidung, sich von Apple zu distanzieren, ist ein mahnendes Beispiel dafür, dass nicht immer der größte finanzielle Gewinn das Ziel sein sollte. Er ist der ‘Mann, der am meisten im Friedhof reich wäre’, wie er selbst humorvoll zugibt. Und er hat keine Reue – nur eine tiefe Dankbarkeit für seine Wahl.