Bjarne Stroustrup mahnt: C++-Entwickler müssen sich neu ausrichten
Der Programmierer und Linguist Bjarne Stroustrup, Schöpfer der C++-Programmiersprache, betont die Notwendigkeit, dass zukünftige C++-Entwickler ihre Herangehensweise an das Programmieren ändern. Er sieht die wachsende Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) bei der Code-Generierung als Chance und gleichzeitig als Herausforderung.
KI-gestützte Code-Generierung erfordert neue Kompetenzen
Stroustrup, der als Senior-Redakteur bei Techhaut die globale Tech-Landschaft beobachtet, argumentiert, dass sich die Schwerpunkte für angehende C++-Programmierer verschieben müssen. Er verweist auf die zunehmende Verbreitung von KI-Tools, die Code generieren, und empfiehlt, den Fokus auf ein tieferes Verständnis des Programmierkonzepts zu legen.

Stroustrup: C++ als kohärentes System verstehen
„Das Sprachniveau sind nicht nur die neuesten Features, die hinzugefügt wurden“, erklärte Stroustrup auf der Qt World Summit in München. Er plädiert für die Nutzung der vielfältigen Werkzeuge und Funktionen, die C++ im Laufe seiner Entwicklung hervorgebracht hat, als ein kohärentes, effizientes, sicheres und ausdrucksstarkes System. Er betont die Bedeutung deklarativer Programmierung, die Vermeidung von Fehlern und die Nutzung moderner Mechanismen wie generische Programmierung und Typinferenz.

RAII und moderne Datenstrukturen
Stroustrup hob die Wichtigkeit von RAII (Resource Acquisition Is Initialization) hervor, um Ressourcen effektiv zu verwalten. Er empfiehlt die Verwendung moderner Datenstrukturen wie Vektoren, die Informationen über Größe und Typ bereitstellen, um die Sicherheit zu erhöhen und Fehler zu reduzieren. Die Vermeidung von rohen Pointern und die Nutzung von Abstraktionen sind ebenfalls entscheidend.

Obsolete Praktiken und KI-Bedenken
Stroustrup kritisierte zudem den Missbrauch von Typumwandlungen (Casts) und die traditionelle dynamische Speicherreservierung bei der Rückgabe von Daten. Er sieht in der KI-gestützten Code-Generierung sowohl Chancen als auch Risiken und fordert eine kritische Auseinandersetzung mit den neuen Technologien.