Börsen im roten Bereich: Spannungen im Golf und steigende Ölpreise belasten Märkte
An den Aktienmärkten herrscht heute weltweit Einbruch. Die Futures an der Wall Street notieren durchgehend im Minus, wobei der Nasdaq am stärksten belastet wird. Der Technologie-Index verliert 1,1%, während der S&P 500 um 0,5% nachgibt. Der Dow Jones weist leichte Verluste von 0,1% auf.
Steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen
Im Gegensatz dazu steigen die Ölpreise, begleitet von zunehmenden geopolitischen Spannungen im Golf von Ormuz. Ein Schiff wurde in der Nacht auf diesen Dienstag vor der Küste Omans von einem unbekannten Projektil getroffen. Das UKMTO (United Kingdom Maritime Trade Operations) teilte mit, dass der Sicherheitsbeauftragte des Unternehmens den Vorfall gemeldet habe. Der Einschlag verursachte Schäden an der Maschinenraum und forderte mindestens ein Opfer unter der Besatzung. Die übrigen Besatzungsmitglieder werden von der omanischen Küstenwache versorgt.

Inflation und Anstieg der Renditen
Der Brent-Ölpreis steigt um 0,1% auf 91 Dollar, während West Texas um 0,6% auf 85 Dollar zulegt. Dieser Preisanstieg schürt die Sorge vor einem erneuten Anstieg der Inflation, was zu höheren Renditen für langfristige Staatsanleihen führt. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe erreichte einen Höchststand seit Juni 2007.

Weitere Marktentwicklungen
Auch die asiatischen Märkte schlossen mit roten Zahlen, wobei der Nikkei 225 in Japan die Verluste anführte. In Europa ist lediglich der Ibex 35 mit einem leichten Anstieg von 0,1% im Plus, während alle anderen Indizes Verluste verzeichnen, wobei der FTSE Mib am stärksten betroffen ist. Die Renditen französischer und britischer 30-Jahres-Anleihen erreichten ebenfalls Höchststände seit 2008 bzw. 2006.
US-Präsident Donald Trump drohte Oman mit Angriffen, sollte dieses Land seinen Zielen im Weg stehen. "Ich glaube nicht, dass sie sich gut verhalten haben, aber wir würden sie sehr leicht handhaben, genau wie wir es mit anderen Dingen tun", erklärte er vom Weißen Haus aus.