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Deepmind-ceo hassabis: singularität in sicht – künstliche intelligenz wird demokratisiert

Demis Hassabis, CEO von deepmind, prognostiziert eine fundamentale Verschiebung: Bereits in zehn Jahren werden wir die Singularität erleben. Nicht aus Science-Fiction, sondern als die tatsächliche Etablierung der Künstlichen General Intelligenz (AGI). Hassabis’ Einschätzung, präsentiert in Stanford, ist schlichtweg erschreckend präzise: Diese Technologie könnte die industrielle Revolution um Größenordnungen übertreffen.

Ein optimistischer skeptiker mit globalem blick

Hassabis, einst Schachgroßmeister, heute Entwickler von Videospielen, Neuroscientist, Technologie-Unternehmer und 2024 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet, sieht in der KI keine bedrohliche Macht, sondern eine Chance. Er beschreibt sich treffend als „vorsichtigen Optimisten“. Die jüngste Beobachtung in Indien zeugt von dieser Perspektive: Jüngere Generationen entdecken die Möglichkeiten der KI und greifen auf Technologien zu, die einst nur in Silicon Valley verfügbar waren – und das in einem Tempo, das selbst die führenden Labore übertrifft.

Ein konkretes Beispiel: Forscher von Google könnten sich dem US-amerikanischen Unternehmen Anthropic anschließen. Hassabis verdeutlicht den “KI-Markt der Transfers” mit diesem Vorgang. Die Auswirkungen sind immens: Die KI dient als Demokratisierung des globalen Talents.

Google reagiert mit einer eigenen Start-up-Incubator, um die Entwicklung von Nachwuchsforschern zu fördern. Aber Hassabis betont auch, wo er die Grenzen setzt. Er plädiert für einen schrittweisen Ansatz: Zuerst intelligente Werkzeuge entwickeln, dann grundlegende Fragen zur Bewusstseinsforschung untersuchen – und erst danach eine kollektive Entscheidung darüber treffen, ob die nächste Grenze überschritten werden soll. “Intelligenz und Bewusstsein sind trennbar. Ich glaube nicht, dass man das braucht, um ein intelligentes System zu haben. Es ist eine Entscheidung.”

Und persönlich ist er überzeugt: “Die Empathie, die Mentorenschaft, die Inspiration, die ein guter Lehrer vermittelt – das ist unersetzlich menschlich.”

Stem-studierer und die zukunft der arbeit

Stem-studierer und die zukunft der arbeit

Hassabis’ Einschätzung ist unmissverständlich: Die Wettbewerbssituation ist heute intensiver denn je. Wenn Hassabis heute wieder studieren würde, würde er sich für ein Studium in den Naturwissenschaften, Mathematik oder Informatik entscheiden, um die Funktionsweise der KI-Werkzeuge bestmöglich zu verstehen. Doch sein überraschendes Statement galt den anderen Disziplinen: Ökonomen, Philosophen, Sozialwissenschaftler und Humanisten stehen vor der aufregendsten Phase ihrer jeweiligen Felder. Sie müssen die sich abzeichnende Entwicklung visceral erfassen.

„Sobald wir die Technologie erst einmal etabliert haben, werden die Fragen der Wirtschaft entstehen. Und wenn wir diese lösen, werden die Fragen nach der menschlichen Existenz folgen.“ Die Schlüssel für die Zukunft liegen im „Überschuss an Kapazität“ der aktuellen Werkzeuge. Jeder, der nie programmiert hat, kann jetzt Projekte realisieren, die früher unmöglich waren. Aber Hassabis rät nicht zum Widerstand. „Das Genie kommt nicht mehr zurück in die Flasche. Nutzt das Potenzial dieser Werkzeuge.“

Die AlphaFold-Revolution

Ein eindrucksvolles Beispiel für Hassabis’ Vision ist AlphaFold, das KI-System, das eines der größten Rätsel der Biologie gelöst hat – die dreidimensionale Struktur von Proteinen. Dies wurde mit dem Nobelpreis gewürdigt. Heute nutzen bereits drei Millionen Forscher aus 190 Ländern dieses System täglich. Google setzt nun auf eine eigene Start-up-Incubator-Initiative, um die Zusammenarbeit seiner ehemaligen Mitarbeiter zu fördern.

Und Hassabis lässt keinen Zweifel daran, dass die KI das Potenzial hat, einige der größten Herausforderungen der Menschheit zu bewältigen – vom Klimawandel bis hin zu Krankheiten wie der Alzheimer-Krankheit. „Ich hätte mehr Angst vor diesen Herausforderungen, wenn ich nicht glaube, dass etwas wie die KI auf dem Weg ist.“

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