Endesa: künstliche intelligenz im fokus, investitionen in netze steigen
Endesa setzt auf künstliche intelligenz und netkäfte
Die spanische Energiegesellschaft Endesa setzt verstärkt auf die Chancen der künstlichen Intelligenz (KI), auch wenn diese noch nicht als eigenständige Geschäftsbereiche im neuen strategischen Plan für 2028 ausgewiesen ist. Die KI-Technologie beeinflusst bereits zentrale Entscheidungen des Unternehmens, von der Überarbeitung des strategischen Plans bis hin zu der Einschätzung des zukünftigen Energiebedarfs. Endesa prognostiziert eine steigende Nachfrage aufgrund der Expansion der KI und der digitalen Wirtschaft, insbesondere durch Rechenzentren.

Neue nachfrage treibt investitionen an
Ein zentraler Wachstumstreiber für Endesa ist die erwartete Zunahme der Nachfrage aus Rechenzentren, die für die Entwicklung von KI, Cloud-Diensten und anderen digitalen Anwendungen unerlässlich sind. Endesa verfügt über eine hybride Plattform zur Erfassung dieser neuen Nachfrage und plant Investitionen in Netzinfrastruktur, um diese zu bedienen. Dazu gehören Netzanschlusสrechte für Rechenzentrumsbetreiber, flexibles Bauland und volumenbasierte Lieferverträge.

Netze im mittelpunkt der investitionen
Für den Zeitraum 2026-2028 plant Endesa Investitionen in Höhe von 10,6 Milliarden Euro, ein Anstieg von 10 % gegenüber dem vorherigen Plan. 52 % dieser Summe, also rund 5,5 Milliarden Euro, werden in den Netzbereich fließen – eine Steigerung von über 37 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Investitionen sind jedoch an die Genehmigung eines Rechtsdekrets gebunden, das Investitionen über den aktuellen regulatorischen Rahmen hinaus ermöglicht.

Erneuerbare energien nehmen leicht ab
Im Gegensatz zu den Netzinvestitionen wird der Anteil der Investitionen in erneuerbare Energien auf 28 % begrenzt, was rund 3 Milliarden Euro entspricht. Dieser Wert liegt unter den ursprünglich geplanten 3,7 Milliarden Euro. Der Fokus liegt dabei auf Windenergie und Speicherkapazitäten. Insgesamt werden 80 % der Investitionen in die Bereiche Netze und erneuerbare Energien fließen.

Erneuerung des nuklearen kraftwerksbestands
Endesa betont die Notwendigkeit, den Plan zur Stilllegung von Kernkraftwerken anzupassen, um die Versorgungssicherheit im Hinblick auf die Verzögerungen bei der Erreichung der Ziele für Windenergie und Speicherung zu gewährleisten. Die Gesellschaft argumentiert, dass Kernenergie die Versorgungssicherheit stärkt, die Kosten reduziert und eine wettbewerbsfähige Technologie darstellt. Eine Umstellung auf einen Mix aus Solar, Batterien und Gaskraftwerken würde laut Analyse von Endesa doppelt so teuer sein.
Ergebnisse 2025: gewinn steigt
Endesa verzeichnete im Jahr 2025 einen Nettoerlös von 2.198 Millionen Euro, was einem Anstieg von 16,4 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Einnahmen stiegen auf 21.424 Millionen Euro (+0,5 %) und das EBITDA belief sich auf 5.756 Millionen Euro (+8,7 %). Für den Zeitraum 2026-2028 prognostiziert Endesa ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4 %, ein EBITDA zwischen 6.200 und 6.500 Millionen Euro und einen Nettogewinn zwischen 2.500 und 2.600 Millionen Euro im Jahr 2028.
| Jahr | Nettoerlös (Mio. €) | EBITDA (Mio. €) | Nettogewinn (Mio. €) |
|---|---|---|---|
| 2025 | 21.424 | 5.756 | 2.198 |
| 2026-2028 (Prognose) | – | 6.200-6.500 | 2.500-2.600 |
Finanzielle ausrichtung
Die Nettoverschuldung wird bis 2028 auf 15.000 Millionen Euro steigen, was ein Leverage von 2,3-fach EBITDA bedeutet. Die Ausschüttung an die Aktionäre bleibt dabei Priorität, mit geplanten 5.000 Millionen Euro an Dividenden und bis zu 2.000 Millionen Euro an Aktienrückkäufen zwischen 2026 und 2028.