Heißer hype oder reine luftblase? der air fryer im test
Die Heißluftfritteuse erobert die Küchen von Millionen. Doch ist das Gerät wirklich so viel mehr als ein kurzlebiger Trend? Experten raten zur Vorsicht.
Air fryer: mehr als nur ein trend?
Die Frage, ob die Heißluftfritteuse wirklich eine Bereicherung für die Küche darstellt oder nur ein weiterer Küchengadget ist, beschäftigt viele Hausfrauen. In einem Interview mit der Zeitschrift Clara gibt der renommierte Koch José María Borrás Einblicke in die Funktionsweise und den praktischen Nutzen des Geräts.
Borrás betont, dass der Air Fryer kein Wundermittel ist, das Lebensmittel in perfekte Frittierstücke verwandelt. Vielmehr handelt es sich um einen kleinen Umluftofen, der mit heißer Luft eine knusprige Oberfläche erzeugt – allerdings ohne die Verwendung großer Mengen Öl. Es ist ein Kompromiss, der aber bei richtiger Anwendung durchaus seine Berechtigung hat.

Technik vor funktionen: worauf es beim kauf ankommt
Für den spanischen Küchenchef steht beim Kauf einer Heißluftfritteuse die Technik im Vordergrund. Eine hohe Leistung von mindestens 1.700 Watt ist wichtig, damit das Gerät schnell auf Temperatur kommt und auch bei einer größeren Menge an Lebensmitteln nicht an Leistung verliert. Ein breiter Temperaturbereich und eine gleichmäßige Luftverteilung sind ebenso entscheidend, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. „Die Größe der Korb sollte zweitrangig sein“, erklärt Borrás. „Wichtiger ist, dass das Gerät die nötige Power hat.“
Er rät von überflüssigen Extras wie Touchscreens und vorprogrammierten Menüs ab, solange die Grundfunktionen nicht stimmen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Bedeutung des Vorheizens. Dieses verhindert Verzögerungen beim Kochen und verbessert das Ergebnis.

Chef-tipps für perfekte ergebnisse
Auch kleine Tricks können den Unterschied machen. Borrás empfiehlt, die Fritteuse nicht zu überladen und die Lebensmittel regelmäßig zu wenden oder zu schütteln, um eine gleichmäßige Bräunung zu gewährleisten. Ein leichter Benzolauftrag vor dem Kochen kann ebenfalls Wunder wirken. Und vergessen sollte man nicht, dass die angegebenen Garzeiten und Temperaturen lediglich Richtwerte sind. Nach einigen Testläufen mit verschiedenen Lebensmitteln lassen sich die Einstellungen optimieren.
„Der Air Fryer ersetzt den Backofen, die Bratpfanne oder die Grillplatte nicht komplett“, betont Borrás. „Aber er kann durchaus ein wertvoller Helfer sein, um gesündere Gerichte zuzubereiten und Zeit zu sparen.“

Mehr als nur ein hype: ein blick auf josé maría borrás
Der 26-jährige José María Borrás ist ein aufstrebender Koch aus Menorca. Er hat bereits in renommierten Küchen gearbeitet und 2024 die S.Pellegrino Young Chef Academy gewonnen. Sein Kochstil zeichnet sich durch Nachhaltigkeit, Präzision und die Verwendung lokaler Produkte aus. Borrás sucht die erste Michelin-Sterne für seine Insel.
Seine Philosophie ist klar: Der Air Fryer ist kein kurzlebiger Trend, sondern ein praktisches Werkzeug, das bei richtiger Anwendung zu gesünderen und schmackhafteren Gerichten verhelfen kann. Und das ist mehr als nur ein Hype.
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