Hirntest-app als frühwarnsystem: 43% der deutschen gefährdet

Alarmzeichen im Gehirn: Eine erschreckende Studie zeigt, dass fast die Hälfte der Bevölkerung in Spanien an neurologischen Erkrankungen leidet – und viele davon bleiben unentdeckt. Die Folgen: Eine verzögerte Diagnose von kognitivem Abbau, Demenz und Alzheimer.

Samsung schlägt alarm mit ki-spiel zur prävention

Samsung schlägt alarm mit ki-spiel zur prävention

Vor einem Jahr startete Samsung in Zusammenarbeit mit der Universidad de Vigo eine innovative Lösung: Das Videospiel „The Mind Guardian“. Mithilfe künstlicher Intelligenz analysiert das Spiel das Spielerverhalten und erkennt mit einer Genauigkeit von 97 Prozent die ersten Anzeichen neurologischer Probleme.

Doch die Studie der Spanischen Gesellschaft für Neurologie (SEN) deckt ein erschreckendes Bild auf: Über 50 Prozent der Spanier vernachlässigen wichtige Gehirn-Gesundheitsgewohnheiten wie ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige geistige und körperliche Aktivität. Bis zu 40 Prozent der Alzheimer-Fälle könnten verhindert werden, wenn diese Verhaltensweisen angepasst würden.

Die ersten Testergebnisse von „The Mind Guardian“ sind vielversprechend: Bereits in der ersten Testphase wurden über 5.000 Untersuchungen durchgeführt und ein Fünftel der Teilnehmer mit potenziellen Risiken identifiziert. Samsung und seine Entwickler setzen jedoch auf kontinuierliche Verbesserung und möchten die Erkennung von Symptomen weiter optimieren, insbesondere bei älteren Menschen und ihren Familien.

„Prävention ist der Schlüssel, um bei einem ersten Warnsignal die Gesundheit der Patienten zu verbessern“, betont Elena Fernández, CMO von Samsung Electronics Iberia. „The Mind Guardian zeigt eindrucksvoll, wie Wissenschaft und Technologie Hand in Hand gehen können, um die Zugänglichkeit der Prävention zu erhöhen.“

Das kostenlose Spiel, das von Android-Tablets mit Android 10 oder neuer genutzt werden kann, verzweigt sich in drei 45-minütige Missionen. Es nutzt eine urbane Umgebung, die das Gehirn abbildet, um Gedächtnistests durchzuführen, die auf traditionellen, psychometrischen Methoden basieren. Die Entwicklung wurde in enger Zusammenarbeit mit der Universidad de Vigo und ihrem Forschungsinstitut atlanTTic durchgeführt, unterstützt von AFAGA, der Vereinigung von Familien von Patienten mit Alzheimer und anderen Demenzen aus Galicien.

Zahlen sprechen für sich: Die Studie unterstreicht die Dringlichkeit des Handelns und zeigt, dass ein einfacher Schritt – die Nutzung von Technologie zur Gesundheitsförderung – einen enormen Unterschied machen kann.