Instagram testet kostenpflichtiges abo mit verstecktem story-zugriff
Die Social-Media-Plattform Instagram pilotiert eine neue kostenpflichtige Abonnementoption, die Nutzern exklusive Funktionen verspricht. Dazu gehört die Möglichkeit, die Stories anderer Nutzer im Inkognito-Modus anzusehen. Ein Schritt zur Monetarisierung, der die Strategie von Muttergesellschaft Meta widerspiegelt.

Instagram lockt mit premium-features: inkognito-stories und mehr
Die Testphase, die zunächst in Mexiko, Japan und den Philippinen für 1 bis 2 Dollar monatlich angeboten wird, umfasst weitere Vorteile. Nutzer können erweiterte Audience-Listen erstellen, die über die bisherige „Beste Freunde“-Funktion hinausgehen. Zudem wird die Sichtbarkeit von Stories um 24 Stunden verlängert.
Das Besondere: Wer ein Abonnement abschließt, kann die Stories anderer Nutzer anonym verfolgen. Bisher konnten Content-Ersteller einsehen, wer ihre Stories angesehen hat.
Ein Sprecher von Instagram gab in einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg an, die Tests dienten dazu, herauszufinden, welche Funktionen für Nutzer den größten Wert haben. Die Strategie von Meta ist klar: Die Diversifizierung der Einnahmequellen über die reine Werbeeinnahme hinaus.
Diese Entwicklung reiht sich in eine Reihe von ähnlichen Initiativen ein. Meta Verified, ein kostenpflichtiges Abonnement für Content-Ersteller und Unternehmen, wurde bereits 2023 eingeführt. Es bietet Schutz vor Identitätsdiebstahl und soll die Glaubwürdigkeit erhöhen – mit Preisen bis zu 500 Dollar im Monat.
Auch andere Plattformen wie Snapchat, X, YouTube und LinkedIn haben in den letzten Monaten Premium-Modelle gestartet, die Nutzern zusätzliche Funktionen für einen monatlichen Beitrag freischalten. Ein Wettbewerb um die Kontrolle über die Einnahmen in der digitalen Welt.
Die Frage ist, ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Rückgang der Werbeeinnahmen und die zunehmende Konkurrenz im Social-Media-Bereich auszugleichen. Für Instagram ist es jedenfalls ein klarer Schritt in eine neue Richtung.