Intel-umschlag: trump, nvidia und softbank retten den chip-titan
Ein Jahr lang wurde über den Untergang von Intel geflüstert. Jetzt steht fest: Der angeschlagene Chipriese hat eine unerwartete Rettung erfahren – und zwar dank einer ungewöhnlichen Allianz.
Plötzlicher umschwung: von der rettungssirene zur aufholjagd
Vor einem Anruf von Donald Trumps Regierung war Intel am Rande des Ruins. Der damalige CEO Lip-Bu Tan konfrontierte Analysten, Investoren und Journalisten mit der schockierenden Feststellung: „Vor einem Jahr waren wir Thema. Heute sind wir Thema, wie schnell wir Fabrikieren können und wie wir die Versorgung erhöhen.“ Die US-Regierung hatte im August 2025 einen Anteil von rund 10 Prozent am Unternehmen erworben – für 8,9 Milliarden Dollar.
Die Intervention des damaligen Präsidenten Trump war alles andere als willkommen. Er hatte Tan zuvor öffentlich bedroht, die Entlassung in Betracht gezogen. Doch die Notwendigkeit, Intel vor dem Konkurs zu bewahren, übertrumpfte die politischen Differenzen.

Goldene zeiten für intel?
Der Deal mit den USA, unterstützt von Nvidia und Softbank – ebenfalls bedeutende Aktionäre – markiert einen dramatischen Wende. Die Investitionen der Verbündeten ließen die Aktie innerhalb von acht Monaten um über 300 Prozent steigen. Intel notiert heute (Freitag) bei 82,00 Dollar, einem neuen Höchststand, der die 2000er-Jahre übertrifft. Der Kurs könnte sich bei der Eröffnung in New York auf 400 Millionen Dollar pro Wertschätzung belaufen.
Die Zahlen des Unternehmens zeigen: Die Verluste aus dem ersten Quartal – 3,7 Milliarden Dollar – sind zwar beträchtlich, aber das Wachstumspotenzial ist immens. Intel sieht in der steigenden Nachfrage nach Prozessoren für die lokale Ausführung von Künstlicher Intelligenz – bekannt als „Agent AI“ – eine Chance, sich neu zu erfinden. Ein Blick auf die Zahlen offenbart: Intel hat mit seinen Verlusten nicht nur die Investoren enttäuscht, sondern auch die Erwartungen von Analysten.

Trump dreht das rad
Nur wenige Wochen nachdem Trump die Rücktrittserklärung von Tan fordert hatte, erklärte er plötzlich seine Unterstützung für das Unternehmen. Das US-Finanzministerium, angeführt von Scott Bessant, hatte den Deal mit der Einbringung von Kapital unterstützt. Die Rettung von Intel ist somit ein Schachzug, der weit über den Chipmarkt hinausreicht – und eine bemerkenswerte Kehrtwende darstellt.