Iphone 17 pro: eine enttäuschende enttäuschung bei der bildbearbeitung?
- Der perfekte winterausflug – fast
- Das problem: unsaubere bildentfernung
- Die kamera des iphone 17 pro: ein loblied
- Apple clean up: verbesserungen, aber noch nicht perfekt
- Konkurrenz schläft nicht: google und samsung setzen auf ki
- Apples vorsichtige ki-strategie
- Fazit: potenzial vorhanden, aber noch nicht ausreichend
Der perfekte winterausflug – fast
Die Vorfreude war groß. Ein mehrtägiger Roadtrip zu einem verschneiten Skiresort, die richtige Ausrüstung, der Skipass – und dann die Freiheit auf der Piste. Die Landschaft ist atemberaubend, der Himmel strahlend blau. Man möchte diese Momente festhalten, doch die Zeit rennt, und spontane Fotoshootings fallen oft weg. Ein schneller Schnappschuss genügt… oder doch nicht?

Das problem: unsaubere bildentfernung
Gerade beim schnellen Fotografieren kann es vorkommen, dass ein unerwünschter Gast im Bild auftaucht – ein Fremder in einem auffälligen orangefarbenen Jackett, der die perfekte Winteridylle trübt. Viele Smartphones bieten mittlerweile KI-basierte Werkzeuge zur Objektentfernung. Doch beim neuen iPhone 17 Pro, das ich für meinen Skiurlaub dabei hatte, fehlte mir diese Funktion. Und hier wurde mir deutlich, wie sehr ich eine solche Technologie vermisst habe.
Die kamera des iphone 17 pro: ein loblied
Fairerweise muss ich sagen, dass die Kamera des iPhone 17 Pro ansonsten beeindruckend ist. Die meisten Aufnahmen fielen wunderschön aus. Das breite Dynamikfeld mit dem hellen Schnee war beeindruckend, und das Telefon bewältigte die starken Kontraste der Skipisten hervorragend. Auch die verbesserte Selfie-Kamera begeisterte, und der größere Bildwinkel war sehr nützlich, um mehr vom Hintergrund einzufangen. Besonders hervorzuheben ist die Videostabilisierung – selbst mit wackliger Hand entstanden perfekte, ruckelfreie Aufnahmen.
Apple clean up: verbesserungen, aber noch nicht perfekt
Apple führte sein Clean Up-Tool bereits im Oktober 2024 mit iOS 18.1 ein. Anfangs wurde es für seine oft unscharfen Ergebnisse kritisiert. Mit iOS 26 und einem neuen generativen Modell wurden jedoch deutliche Verbesserungen erzielt. Die Texturerkennung ermöglicht nun beispielsweise die Entfernung von Personen vor Steinmauern. Außerdem wurden die Lichtlogik und Schattenberechnungen verbessert, was zu realistischeren Ergebnissen führt. Die Bearbeitungsgeschwindigkeit wurde ebenfalls deutlich erhöht.
- Verbesserte Texturerkennung
- Realistischere Schatten und Lichter
- Deutlich schnellere Bearbeitung
Dennoch stößt Apple Clean Up immer noch an seine Grenzen, insbesondere bei komplexen Hintergründen. Anstatt Personen nahtlos zu entfernen, entstehen oft seltsame, nicht vorhandene Oberflächen oder merkwürdige Flecken. Ich möchte nicht, dass KI neue Landschaften erfindet oder den Himmel neu malt, aber ich möchte störende Personen im Hintergrund entfernen können.
Konkurrenz schläft nicht: google und samsung setzen auf ki
Im Vergleich dazu setzen Google und Samsung stark auf KI-basierte Objektentfernung. Googles „Magic Editor“ bietet die Funktion „Reimagine“, mit der man den Himmel oder die Schneeoberfläche komplett verändern kann. Das Ergebnis kann eine völlig andere Aufnahme sein, was die Frage aufwirft, ob es sich noch um ein „Foto“ im eigentlichen Sinne handelt. Samsung geht zwar nicht so weit, aber seine Galaxy AI ermöglicht das Verschieben von Objekten, das Vergrößern von Details und sogar die Rekonstruktion eines Teilgesichts. Auch diese Funktionen überschreiten die Grenzen eines traditionellen Fotos.
| Funktion | Apple Clean Up | Samsung Galaxy AI | Google Magic Editor |
|---|---|---|---|
| Objektentfernung | Verbesserungen, aber oft unsauber | Nahtlose Entfernung, Verschieben, Vergrößern | Komplette Veränderung des Himmels/der Landschaft |
| Realitätsnähe | Manchmal unrealistische Ergebnisse | Erhält die Realität weitgehend bei | Kann zu stark veränderten Bildern führen |
Apples vorsichtige ki-strategie
Apple verfolgt einen langsamen und vorsichtigen Ansatz bei der Einführung von KI-Funktionen. Das Unternehmen setzt weiterhin auf den Grundsatz, dass ein Foto ein Foto bleibt und vermeidet es, Nutzern die Möglichkeit zu geben, Bilder komplett zu verändern. Ich persönlich schätze diese Haltung. Allerdings hat Apple noch keine grundlegenden Werkzeuge wie die Objektentfernung perfektioniert. Diese Funktionen sind für Nutzer unerlässlich.
Fazit: potenzial vorhanden, aber noch nicht ausreichend
Das Clean Up-Tool von Apple ist zwar leicht verständlich und versucht nicht, zu viel zu leisten, aber es muss sich noch verbessern, wenn Apple im Bereich der KI-Kameras mithalten will. Die Konkurrenz zeigt, dass es möglich ist, Objektentfernung auf ein neues Level zu heben. Apple muss hier noch deutlich nachlegen, um seine Position als führender Anbieter von Smartphone-Kameras zu behaupten.