Kritische sicherheitslücke: apple veröffentlicht dringendes update für alte iphones und ipads
Alarmierende Entdeckung: Apple hat ein überraschendes Sicherheitspatch für ältere iPhone- und iPad-Modelle veröffentlicht, die nicht mehr die neuesten iOS-Updates erhalten. Die Maßnahme ist eine Reaktion auf die zunehmende Ausnutzung schwerwiegender Sicherheitslücken durch russische, chinesische Hacker und Spionagefirmen.
Verbreitete schwachstellen: die coruna-exploits bedrohen millionen geräte
Die betroffenen Geräte sind anfällig für die sogenannten Coruna-Exploits, ein Arsenal aus 23 Sicherheitslücken, die seit iOS 13.0 bis iOS 17.2.1 genutzt werden. Google hat die Nutzung dieser Exploits durch Hacker und Geheimdienste nachgewiesen. Experten warnen, dass diese Schwachstellen es Angreifern ermöglichen, Schadcode auszuführen, Berechtigungen zu übernehmen und das gesamte System zu kontrollieren.
Zu den betroffenen Modellen gehören unter anderem das iPhone 6s, 7, 8, sowie verschiedene iPad-Modelle wie das iPad Air 2 und das iPad Mini (4. Generation). Diese Geräte sind trotz fehlender neuer Funktionen weiterhin beliebt, insbesondere in Entwicklungsländern und bei preisbewussten Käufern. Der niedrige Preis für gebrauchte Geräte, beispielsweise ein iPhone 8 für 100 bis 150 Euro, trägt zu ihrer anhaltenden Nutzung bei.
Apple hatte bereits im Februar 2026 einen ersten Zero-Day-Angriff in iOS 18 gepatcht, der auf gezielte Angriffe gegen Einzelpersonen abzielte. Die aktuelle Entwicklung zeigt jedoch ein besorgniserregendes Muster: Die Coruna-Exploits werden auf der Dark Web für hohe Summen gehandelt. Diese Exploits sind nicht nur für Staaten, sondern auch für private Überwachungsfirmen interessant, die sie an Regierungen weiterverkaufen.
Für Nutzer der betroffenen Geräte ist die Aktualisierung relativ einfach: Über Einstellungen> Allgemein> Softwareupdate. Sollte das Update nicht automatisch angezeigt werden, muss eine manuelle Suche durchgeführt werden. Es wird empfohlen, die Aktualisierung über WLAN mit mindestens 50% Batterieladung durchzuführen. Apple gibt an, dass das Update nur etwa 100-200 MB groß ist.
Die Schwachstellen, die durch das Patch behoben werden, sind unter anderem CVE-2023-43010, CVE-2024-23222, CVE-2023-43000 (alle in WebKit) und CVE-2023-41974 (eine Kernel-Schwachstelle, die Administratorrechte gewährt).
Die Tatsache, dass Apple diese Sicherheitslücken erst jetzt behebt, zeigt die Herausforderungen bei der Wartung älterer Geräte. Während neue Modelle mit fortschrittlicheren Sicherheitsfunktionen ausgestattet sind, bleiben ältere Modelle anfällig. Die potenziellen Konsequenzen eines erfolgreichen Angriffs reichen von Datendiebstahl bis hin zur vollständigen Kontrolle über das Gerät. Das ist ein Risiko, das viele Nutzer unterschätzen.
Apple hat mit diesem Patch eine Lücke geschlossen, die seit Monaten besteht. Die Geschwindigkeit, mit der solche Exploits gefunden und ausgenutzt werden, verdeutlicht die ständige Bedrohung durch Cyberkriminalität. Die Entscheidung, auch ältere Geräte zu schützen, unterstreicht, dass Sicherheit keine Frage des Alters ist – sondern eine kontinuierliche Aufgabe.
Die große Frage bleibt: Wie viele Nutzer werden das Update tatsächlich installieren? Die Sicherheit ihrer Daten liegt in ihren Händen – und in der Bereitschaft von Apple, auch ältere Geräte weiterhin zu schützen.