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Mac pro: apple sagt goodbye nach 20 jahren

Ein Stück Apple-Geschichte ist zu Ende: Der Mac Pro, einst das Flaggschiff für professionelle Anwender, wird eingestellt. Apple hat die Produktion des Turm-PCs offiziell beendet und setzt stattdessen auf den kleineren, aber leistungsstärkeren Mac Studio. Ein Abschied, der in der Tech-Community für Aufsehen sorgt.

Das ende einer ära: vom workhorse zum relikt

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Seit 2006 war der Mac Pro das Aushängeschild für Apple im Bereich der leistungsstarken Workstations und Server. Er bediente eine Nische, die mit seinem hohen Preis kaum zu vergleichen war – schließlich konnte ein Top-Modell mit satten 65.000 Euro zu Buche schlagen. Doch trotz seiner Exklusivität und des Preises war der Mac Pro ein wichtiger Pfeiler im Portfolio von Apple, besonders für Unternehmen und Kreative, die höchste Rechenleistung benötigten. Der Wechsel zu Apple Silicon im Jahr 2023, mit dem M2 Ultra Prozessor, schien zunächst eine neue Ära einzuleiten, doch nun ist das Kapitel abgeschlossen.

Was steckt hinter dieser Entscheidung? Offiziell hat Apple keine Gründe genannt, doch die Realität sieht so aus: Die Preise für RAM sind in den letzten Jahren explodiert, und die Beschaffung von High-End-Hardware wird zunehmend teurer. Ein Mac Pro mit aktueller Hardware und Preisen von 2026 würde vermutlich mehr kosten als ein Luxuswagen.

Die Einführung des Mac Studio im letzten Jahr, mit seinem M3 Ultra Chip und dem kompakten Mac Mini-Formfaktor, spielte dabei eine entscheidende Rolle. Der Mac Studio bietet eine beeindruckende Leistung in einem deutlich kleineren Gehäuse – er ist viermal kleiner als der Mac Pro, bietet aber mehr Power. Apple setzt offenbar voll auf dieses neue Format und die Effizienz von Apple Silicon.

Die Entscheidung ist brisant, denn sie signalisiert eine klare Verschiebung in Apples Strategie. Während der Mac Pro stets für seine Erweiterbarkeit und Konfigurierbarkeit gelobt wurde, setzt Apple nun auf eine integrierte Lösung, die zwar kompakter, aber auch weniger flexibel ist. Die Frage ist, ob diese Entscheidung die professionellen Anwender von Apple abschrecken wird.

Der Mac Pro ist bereits aus den Apple Online Stores verschwunden, auch in Deutschland. Das finale Modell bot bis zu 256 GB RAM und 16 TB Speicherplatz, angetrieben vom M3 Ultra mit 32 CPU-Kernen und 80 GPU-Kernen – eine beeindruckende Leistung, die nun Geschichte ist.

Die Konzentration auf den Mac Studio als Spitzenmodell unterstreicht Apples Fokus auf die Integration von Hardware und Software, und auf die Effizienz von Apple Silicon. Es bleibt abzuwarten, wie die professionelle Community auf diesen Schritt reagieren wird. Apple hat mit dem Mac Studio zwar eine attraktive Alternative geschaffen, doch der Verlust des Mac Pro wird viele Stammkunden bedauern.

Die rasante Entwicklung im Bereich der Computertechnologie kennt keine Gnade. Was gestern noch als unantastbare Ikone galt, wird heute überflüssig. Die Geschichte des Mac Pro ist ein Beweis dafür: Selbst die größten Namen müssen sich den Gegebenheiten anpassen – oder verschwinden.