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Massive sicherheitslücke in mediatek-chips gefährdet millionen smartphones

Eine alarmierende Sicherheitslücke in Chips des Herstellers MediaTek könnte Millionen von Android-Smartphones weltweit anfällig für Datendiebstahl machen. Forscher der Sicherheitsfirma Djon haben eine Schwachstelle entdeckt, die es Angreifern ermöglicht, auf Geräte zuzugreifen – selbst wenn diese ausgeschaltet sind.

Angreifer können daten in sekundenschnelle stehlen

Angreifer können daten in sekundenschnelle stehlen

Die Sicherheitslücke betrifft insbesondere Geräte, die auf den Trusted Execution Environment (TEE) setzen, eine Art isolierter Bereich innerhalb des Prozessors, der sensible Daten wie Fingerabdruckdaten und Zahlungsinformationen speichert. Laut Berichten von Charles Guillemet, CTO bei Ledger, einem Anbieter von Hardware-Wallets für Kryptowährungen, konnten Hacker das System innerhalb von 45 Sekunden infiltrieren. Dabei wurden nicht nur PIN-Daten entschlüsselt, sondern auch Seed-Phrasen aus populären Krypto-Wallets extrahiert.

Warum betrifft diese Schwachstelle nicht alle Hersteller? Während Pixel-Smartphones, Apple-Geräte und viele Geräte mit Snapdragon-Chips über dedizierte Sicherheitschips verfügen, die besser geschützt sind, sind MediaTek-basierte Geräte anfälliger. Laut einer aktuellen Studie von Counterpoint werden MediaTek-Prozessoren in rund 34 Prozent aller weltweit verkauften Smartphones eingesetzt. Das bedeutet, die potenzielle Reichweite dieser Sicherheitslücke ist enorm.

MediaTek hat die Schwachstelle bereits erkannt und eine Sicherheitsaktualisierung für die betroffenen Geräte bereitgestellt. Nutzer sollten daher umgehend alle verfügbaren Software-Updates herunterladen. Die Liste der betroffenen Chips wurde im Sicherheitsbulletin von MediaTek für März 2026 veröffentlicht. Es zeigt, dass die Problematik nicht auf einzelne Marken beschränkt ist; Hersteller wie Oppo, Vivo, OnePlus, Samsung und Nothing sind betroffen.

Die Tatsache, dass Angreifer sogar Daten extrahieren können, wenn das Gerät ausgeschaltet ist, ist besonders besorgniserregend. Das zeigt, dass die Sicherheitsmaßnahmen nicht so robust sind, wie bisher angenommen. Die Reaktion von MediaTek, die eine schnelle Lösung bereitstellt, ist zwar lobenswert, doch die Tatsache, dass eine solche Schwachstelle überhaupt existiert, wirft Fragen nach der allgemeinen Sicherheit von Smartphonetechnologie auf. Die aktuelle Situation unterstreicht die Notwendigkeit für Nutzer, wachsam zu bleiben und regelmäßig Sicherheitsupdates zu installieren – eine einmalige Aktualisierung ist keine Garantie für dauerhaften Schutz.

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