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Openai-konkurrenz steht zu anthropic: milliardenrisiko im kampf gegen den pentagon

Eine ungewöhnliche Solidarität zeichnet sich in der Tech-Branche ab: Rivalen von OpenAI, darunter prominente Namen wie Google DeepMind, unterstützen Anthropic in dessen juristischem Streit mit dem US-Verteidigungsministerium. Die Startup-Firma warnt vor Verlusten von bis zu 5 Milliarden Dollar, sollte die Auseinandersetzung eskalieren.

Unterstützung aus dem eigenen lager

Unterstützung aus dem eigenen lager

Mehr als 30 Forscher von OpenAI und Google haben einen gemeinsamen Brief amicus curiae beim Gericht eingereicht. Sie argumentieren, dass die Einstufung von Anthropic als «Lieferkettenrisiko» dem gesamten US-KI-Sektor schaden könnte. Die Mitarbeiter unterstreichen, dass eine solche Bestrafung einer der führenden US-KI-Firmen die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig gefährdet.

Die Kontroverse begann mit einer Meinungsverschiedenheit über Sicherheitsvorkehrungen bei der Nutzung von Anthropic's KI-Modellen, insbesondere im Hinblick auf Überwachung und autonome Waffen. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte bereits im vergangenen Monat erklärt, dass keine Unternehmen mit dem US-Militär Geschäfte machen dürfen, die mit Anthropic kooperieren.

Anthropic hat daraufhin Klage gegen die Regierung erhoben und argumentiert, dass die Entscheidung ihre Rechte gemäß dem ersten Zusatzartikel zur Verfassung verletzt und eine ungerechtfertigte Vergeltung darstellt. Laut einer Stellungnahme des Finanzchefs Krishna Rao sind bereits Hunderte Millionen Dollar an erwarteten Einnahmen gefährdet. Sollte die Regierung weitere Unternehmen davon abhalten, mit Anthropic zusammenzuarbeiten, könnte der Umsatz des Unternehmens bis zu 5 Milliarden Dollar sinken – ein Betrag, der etwa dem gesamten Umsatz im Jahr 2023 entspricht.

Auch andere Technologiegiganten wie Amazon und Microsoft haben signalisiert, dass sie die KI-Modelle von Anthropic weiterhin anbieten werden, solange diese nicht direkt mit dem Pentagon in Verbindung stehen. Die juristische Auseinandersetzung ist noch nicht abgeschlossen. Die erste Anhörung vor Gericht könnte bereits am Freitag in San Francisco stattfinden.

Sam Altman, CEO von OpenAI, hat sich ebenfalls zu der Situation geäußert. Obwohl OpenAI selbst einen Vertrag mit dem Pentagon abgeschlossen hat, warnte er auf Social Media, dass die Durchsetzung der «Lieferkettenrisiko»-Einstufung «sehr schlecht für unsere Branche und unser Land» wäre. Die Situation zeigt, dass der Kampf um die Vorherrschaft im KI-Bereich weit mehr umfasst als nur technologische Innovationen – er betrifft auch politische und wirtschaftliche Interessen.

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