Piratenankunft: resident evil requiem knackt denuvos sicherheitssystem

Der neue Resident-Evil-Titel Requiem ist in Rekordzeit von Piraten gehackt worden, was Denuvos DRM-System in Verruf bringt.

Piratversion funktioniert besser als offizielle

Piratversion funktioniert besser als offizielle

Einiges spricht dagegen, dass Denuvo eines der umfassendsten Antipiratiesysteme im Spielmarkt sei. Sein neuester Konkurrent, Resident Evil Requiem, hat es binnen Wochen geschafft, seine Sicherungen zu knacken. Und das ist noch nicht alles - die illegale Version funktioniert sogar besser als die offizielle.

Spezialisten haben erste Vergleichs-Tests zwischen der Original- und der Gehackten-Version durchgeführt. Und die Ergebnisse sind erstaunlich: Die piratischen Version zeigt in identischen Systemen eine leichte, aber signifikante Steigerung in der Frames-Rate um etwa 5 Prozent. Das mag vielleicht nicht sehr viel sein, aber in puncto Stabilität zählt jede Zwanzigstel-Sekunde.

Des Weiteren haben die Experten Tiempo laden-Prozesse bei der piratischen Fassung als konstanter und den Speicherbedarf reduziert erkannt. Und das gilt auch für die oft beklagten Microstutter-Phänomene, die bei Spielen mit Denuvo aufgetreten sind, auch wenn die Entwickler dies immer wieder dementiert haben.

Das bedeutet, dass die Frage aufkommmt, ob Denuvo nun seine Rolle als eines der sichersten DRM-Systeme im Markt verliert. Zwar gibt es noch keine Garantie, dass jede illegale Version besser läuft als die offizielle, aber die Fakten sprechen gegen Denuvo.

Das warnt auch vor möglichen Änderungen in der Zukunft. Denn wenn die Ergebnisse sich bestätigen, könnte es passieren, dass Entwickler andere Antipiratiesysteme bevorzugen oder gar ihre eigenen entwickeln, um sicherzustellen, dass ihre Spiele nicht nur geschützt, sondern auch spielbar bleiben.