Samsung z trifold: endspurt für das origami-smartphone?
Kaum hatte Samsung sein erstes faltbares Smartphone mit Dreifach-Display auf den Markt gebracht, ist es bereits wieder vom Netz. Nach mehreren Restock-Aktionen scheint das Galaxy Z TriFold endgültig Geschichte – zumindest vorerst.
Ein kurzes, turbulentes leben
Die Ankündigung der Einstellung des Galaxy Z TriFold erfolgte bereits im März, doch Samsung ließ das Gerät dann überraschend doch noch einmal wiederaufleben. Nur um es nun, offenbar endgültig, auszulisten. Die Online-Stores weisen unisono auf „Restposten“ hin, und auch die Samsung Experience Stores scheinen leer geräumt worden zu sein. Ein wilder Ritt für alle Beteiligten, vor allem für die wenigen Käufer, die es tatsächlich erwischt haben.

Warum das trifold scheiterte – und was samsung daraus lernen kann
Das Galaxy Z TriFold war von Anfang an ein Nischenprodukt. Die Technik war noch nicht ausgereift, die Robustheit fraglich und der Preis schlichtweg astronomisch. Die begrenzte Verfügbarkeit, die Samsung immer wieder praktizierte – erst hier, dann wieder dort, kurz da, kurz weg – tat ein Übriges, um das Gerät von einer breiteren Zielgruppe fernzuhalten. Es wirkte eher wie ein Luxusartikel für Technik-Enthusiasten als wie ein Gerät für den Massenmarkt.
Doch Samsung scheint nicht aufzugeben. Gerüchte über ein Galaxy Z TriFold 2 kursieren bereits, und die ersten Leaks lassen auf Verbesserungen beim Scharnier schließen. Ein schlankeres und leichteres Design soll entstehen, obwohl es wohl immer noch dicker sein wird als das Galaxy Z Fold 7. Ob Samsung es diesmal schafft, die Balance zwischen Innovation und Alltagstauglichkeit zu finden, bleibt abzuwarten.
Die Frage, was ein faltbares Smartphone wirklich brauchbar macht, ist noch offen. Bessere Zuverlässigkeit, spektakuläre Features, ein deutlich reduzierter Preis oder ein eleganteres Design – die Antwort liegt wohl irgendwo dazwischen. Aber eines ist sicher: Solange faltbare Smartphones ihren Preis nicht deutlich senken und ihre Robustheit nicht unter Beweis stellen, werden sie weiterhin eine Randerscheinung bleiben.
Die Entscheidung von Samsung, die restlichen Geräte loszuwerden, ist nachvollziehbar. Aber der ganze Hype um die limitierte Verfügbarkeit war letztendlich nur Ablenkung von den eigentlichen Problemen. Man darf gespannt sein, ob der Nachfolger die Chance bekommt, das Z TriFold zu ersetzen – und ob Samsung diesmal die richtigen Lehren aus der Vergangenheit gezogen hat.