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Silicon valley mobilisiert milliardäre gegen steuererhöhungen

Die wohlhabendsten Menschen Kaliforniens schmieden einen neuen Plan, um ihre politische Macht zu sichern. Ein milliardenschwerer Fonds namens California Renewal soll die politische Landschaft des Bundesstaates nachhaltig verändern – und die etablierte Ordnung herausfordern.

California renewal: ein politischer gegenschlag der reichen

California renewal: ein politischer gegenschlag der reichen

Die Empörung ist groß: Angesichts drohender Steuererhöhungen und strengerer Regulierungen in ihrer Heimatstadt Silicon Valley mobilisieren einige der reichsten Menschen der Welt ihre Ressourcen. Ein neu gegründeter Endowment-Fonds, California Renewal, soll eine langfristige politische Strategie für die Elite entwickeln und die Kontrolle über die politische Richtung Kaliforniens zurückgewinnen.

Das Projekt, das laut Bloomberg 2024 mit 100 Millionen Dollar Kapital anstrebt und in den kommenden Jahren auf 500 bis 1.000 Millionen Dollar anwachsen soll, operiert autonom und finanziert politische Beiträge durch die Rendite seiner Investitionen. Zusätzlich soll der Fonds die öffentliche Transparenz bezüglich der Spender reduzieren – ein wichtiger Punkt für diejenigen, die ihre finanzielle Beteiligung nicht öffentlich machen wollen.

Die Initiative wird von prominenten Persönlichkeiten aus dem Technologiebereich getragen. Neil Mehta, Gründer von Greenoaks Capital, gilt als einer der Hauptakteure, unterstützt von Multimilliardär Joe Lonsdale, dem konservativen Mitbegründer von Palantir Technologies, und Garry Tan, dem CEO des einflussreichen Startup-Accelerators Y Combinator. Auch Chris Larsen, der Chef von Ripple, wurde kontaktiert, seine Beteiligung ist aber noch offen.

Die Motivation hinter California Renewal ist klar: Die Technologie-Elite sieht sich zunehmend politisch benachteiligt. Während Gewerkschaften in Sacramento durch ihre Mitgliederbeiträge eine feste Größe darstellen, sind Unternehmen eher selten in politische Kampagnen involviert. Der Fonds soll diese Disbalance ausgleichen und eine stärker konservative Steuerpolitik sowie eine Deregulierung in Kalifornien fördern – mit dem Ziel, den Wohnungsmarkt zu entlasten und die Energiepreise zu senken.

Doch die Pläne stoßen auf erbitterten Widerstand. Gewerkschaften und progressive Kräfte in Kalifornien haben bereits angekündigt, sich gegen die Bemühungen der Milliardäre zu stellen. Die Frage ist, ob die finanzielle Macht der Elite ausreicht, um sich gegen die etablierte politische Kraft in Sacramento durchzusetzen. Der Kampf um die Zukunft Kaliforniens hat gerade erst begonnen.

Die Summe, die bisher tatsächlich eingeworben wurde, ist unklar. Aber eines ist sicher: Die politische Landschaft Kaliforniens steht vor einem tiefgreifenden Wandel.

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