Valve steam machine: teureres als ein gaming-pc
Die Debatte um die Zukunft des PC-gaming ist längst entschieden: Der Steam-PC setzt sich als dominierende Plattform durch – während die Valve-Konsole, der Steam Machine, am Boden liegt.

Ein teures experiment mit geringem mehrwert
Einem aktuellen Test von Zack Zwiezen, der das Gerät mit 25 verschiedenen Spielen unter die Lupe genommen hat, steht nichts anderes als eine enttäuschende Bilanz entgegen. Die Steam Machine, mit einem Preis von rund 1.032 Euro, kann PlayStation 5 oder Xbox Series X|S in keiner Weise Konkurrenz machen. Die Performance ist schlichtweg nicht vergleichbar und die Investition lohnt sich kaum.
Zwiezen, ein bekannter Experte von Kotaku, stellt fest, dass die Maschine zwar einige Titel – insbesondere Indie-Spiele – flüssig darstellen kann. Cyberpunk 2077 lief beispielsweise mit konstant 60 FPS in mittlerer Qualität und einigen höheren Einstellungen. Auch The Last of Us Part II Remastered, DOOM: The Dark Ages, Elden Ring, Hades 2, Overwatch und Fallout 4 konnten problemlos abgespielt werden. Besonders auffällig war die kaum wahrnehmbare visuelle Differenz zu einer PS5 bei Overwatch.
Doch die Zahlen sprechen für sich: Die Steam Machine ist schlichtweg zu teuer für das, was sie bietet. Titel wie Spider-Man 2, Control Ultimate Edition, Resident Evil Requiem, Ratchet & Clank: Rift Apart oder Borderlands 4 erforderten deutliche Anpassungen, um überhaupt eine akzeptable Performance zu erzielen. Die Grafikqualität blieb dabei weit hinter den Konkurrenzprodukten zurück. Auch kleinere Probleme wie Startverzögerungen bei Grand Theft Auto V und Schwierigkeiten beim Login in Halo: The Master Chief Collection zeigten, dass das Ökosystem von Steam Machine noch nicht mit dem PC-gaming mithalten kann.
Die Entwicklung des Game Pass von Xbox und Microsoft zeigt zudem eine besorgniserregende Tendenz: Die Nutzerzahlen sind in den letzten zwei Jahren um satte vier Millionen gesunken. Eine solide Basis mit vielen Spielen ist nicht automatisch erfolgreich. Die Steam Machine hingegen bietet eine vergleichsweise kompakte Lösung, die sich vor allem an ein Publikum richtet, das Wert auf Flexibilität und eine größere Auswahl an Spielen legt. Allerdings muss man auch hier die Preisfrage nicht außer Acht lassen – 1.000 Euro sind eine beträchtliche Summe für ein Gerät, das in vielen Bereichen hinter den Konkurrenzprodukten zurückbleibt.
Fazit: Die Steam Machine ist ein technisch interessantes, aber letztendlich zu teures Experiment. Für die meisten Gamer ist ein vergleichsweise günstiger PC oder eine der aktuellen Konsole die bessere Wahl. Das ist keine Frage des