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WhatsApp-Nachrichten locken in Task-Scam-Fallen: So schützen Sie sich vor Cyberkriminalität

Wer auf Jobsuche ist, hat sicher schon einmal über WhatsApp eine vermeintliche Jobmöglichkeit erhalten – oft mit dem Versprechen, von zu Hause aus mit einfachen Aufgaben viel Geld zu verdienen. Dahinter verbergen sich jedoch häufig betrügerische Absichten, um persönliche oder sogar Bankdaten zu erbeuten. Das INCIBE hat in Spanien zahlreiche Fälle dokumentiert, in denen Kriminelle über WhatsApp Kontakt aufnehmen, das Gespräch anschließend auf Telegram verlagern und zunächst geringe Entschädigungen für das Liken von Videos oder die Bewertung von Produkten anbieten, bevor sie immer höhere Zahlungen fordern.

Die Masche: Von Likes zu immer höheren Zahlungen

Diese falschen Jobangebote entwickeln sich ständig weiter, doch viele Betrügereien folgen einem ähnlichen Muster. Es beginnt oft mit einer unerwarteten WhatsApp-Nachricht. Eine Person gibt sich als Personalvermittler eines bekannten Unternehmens, einer Agentur oder sogar einer Plattform wie YouTube aus und behauptet, Mitarbeiter zu suchen. Die Angebote sind besonders verlockend, da kaum Anforderungen gestellt werden. Das Liken von Videos, das Schreiben von Bewertungen, die Bewertung von Produkten, die Verbesserung des Rankings von Artikeln auf E-Commerce-Plattformen oder die Erledigung einfacher Aufgaben per Smartphone sind einige der vermeintlichen Jobs, die als Köder dienen.

So dokumentierte das INCIBE den Fall einer Person, die über WhatsApp eine Nachricht von einem angeblichen Verantwortlichen von YouTube erhielt. Die Aufgabe bestand darin, bestimmte Videos zu liken und dafür eine Entschädigung zu erhalten. Nach der Annahme wurde das Opfer in eine Telegram-Gruppe verlegt, wo der eigentliche Betrug begann. Zunächst musste eine geringe Summe gezahlt werden, um Zugang zu einer Aufgabe zu erhalten. Nach Abschluss erhielt das Opfer sowohl das investierte Geld als auch den vermeintlichen Gewinn. Sobald das Vertrauen gewonnen war, begannen die Beträge, die für die folgenden Aufgaben erforderlich waren, zu steigen. Als das Opfer fortfahren wollte, wurden immer höhere Geldbeträge gefordert, mit dem Versprechen einer höheren Belohnung. Dies ist als Task-Scam bekannt: Der vermeintliche Job verwandelt sich in ein System, in dem der Mitarbeiter zahlen muss.

Warnzeichen und Schutzmaßnahmen

Warnzeichen und Schutzmaßnahmen

Ein weiteres Warnsignal ist das Missverhältnis zwischen dem, was gefordert und was versprochen wird. Angebote, die hunderte Euro täglich für das bloße Liken, die Bewertung von Hotels, das Schreiben von Bewertungen oder das Anklicken bestimmter Links garantieren, sollten den Verdacht erwecken. Auch die Erzeugung von Dringlichkeit ist üblich. Formulierungen wie „Es sind nur noch fünf Plätze frei“, „Sie müssen jetzt antworten“ oder „Die Gelegenheit endet heute“ sollen dazu dienen, die Person zum Handeln zu bewegen, bevor sie überprüft, wer sich tatsächlich hinter der Nachricht verbirgt.

Die Cyberkriminalität in Spanien nahm im Jahr 2025 zu: Das Ministerium des Inneren verzeichnete 488.426 Cyberdelikte, ein Anstieg von 5,1 % gegenüber dem Vorjahr, von denen fast neun von zehn Betrugsfälle waren. Seien Sie wachsam und schützen Sie sich vor diesen betrügerischen Angeboten!