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Xiaomi watch 5: emg-sensor und wear os – eine rückkehr mit potenzial

Xiaomi hat kürzlich eine umfangreiche Produktpräsentation abgehalten. Während die Vorstellung des Xiaomi 17 Ultra und seiner Leica-Variante im Fokus stand, wurden zahlreiche weitere Produkte für das expandierende Ökosystem vorgestellt. Unter diesen auch eine neue Smartwatch: die Xiaomi Watch 5.

Xiaomi setzt auf emg-technologie und wear os

Xiaomi setzt auf emg-technologie und wear os

Das Design wirkt ansprechend, und einige neue Funktionen, darunter ein Elektromyographie-Sensor, eine lange Akkulaufzeit und die Rückkehr zu Wear OS – Googles Betriebssystem für Smartwatches, inklusive Gemini – sind definitiv interessant. Der EMG-Sensor ist der Clou: Er misst die elektrische Aktivität von Nerven und Muskeln, indem er Handbewegungen wie das Zusammenkneifen der Finger oder das Reiben der Finger interpretiert. Diese Gestensteuerung ermöglicht beispielsweise das Stummschalten von Anrufen mit einem Doppelklick.

Obwohl Apple Watch und Galaxy Watch 8 ähnliche Funktionen bieten, verspricht Xiaomi eine höhere Sensitivität. Die Watch 5 versteht nicht nur das Zusammenkneifen, sondern auch das Reiben zweier Finger, Handflächchenbewegungen und Handrütteln – wobei letztere noch etwas Herausforderungen mit sich bringen.

Für Fitnessanwendungen könnte die Technologie zudem erkennen, wann Muskeln ermüden und wie lange eine Erholung benötigt wird. Bisher ist diese Funktion allerdings noch nicht implementiert.

Grundlegend handelt es sich um eine Smartwatch, die die Benutzererfahrung vom Smartphone aus verbessern soll: Benachrichtigungen, Anrufe und Gesundheitsfunktionen, die weiterhin über die Xiaomi Health-App verwaltet werden. Hierzu gehören Herzfrequenzmessungen, EKG, Sauerstoffsättigung, Stresslevel und VO2 Max. Die App unterstützt eine Vielzahl von Trainingsmodi, vom Radfahren bis zum Yoga.

Eine integrierte Checkup-App fasst alle Messwerte zusammen, inklusive Schlafqualität und Herzfrequenz während des Schlafs. Auf Seiten von Google bietet die Watch 5 die Rückkehr von Google Wallet, Google Maps und Gemini. Zudem profitieren Nutzer von einem erweiterten App-System über den Play Store. Sogar als Fernauslöser für die Kamera fungierte sie, wenn auch ohne Live-Vorschau.

Das Design der Smartwatch ist ansprechend, mit einem 1,54-Zoll-Display, das weder zu groß noch zu klobig wirkt. Das Gehäuse aus poliertem Edelstahl ist mit Saphirglas auf Vorder- und Rückseite geschützt – ein beruhigendes Gefühl für die Kratzfestigkeit. Zwei seitliche Tasten ermöglichen die Navigation durch das Menü und den Zugriff auf spezifische Funktionen.

Die Auswahl an Watchfaces ist umfangreich, und einige Designs sind durchaus gelungen – andere eher weniger. Die Akkulaufzeit der Vorgängergeneration mit dem HyperOS war deutlich besser. Der Wechsel zu Wear OS, mit all seinen Google-Diensten, wird sich auf die Batterielebensdauer auswirken. Xiaomi verspricht aber bis zu sechs Tage Nutzung – und mit Energiesparmodus sogar 18 Tage. Diese Angaben müssen sich erst bewahrheiten.

Die Xiaomi Watch 5 ist ab sofort in Europa für 299 € erhältlich. Eine US-Markteinführung ist noch nicht geplant.

Stahl und Saphirglas sehen gut aus, aber die fehlenden Leder- oder Titanarmbänder für Europa sind ein kleiner Wermutstropfen.

Die Watch 5 ist mehr als nur eine Smartwatch: Sie ist ein Schritt in Richtung intelligenterer, intuitiverer Interaktion mit der Technologie – und das ist ein Fortschritt, den wir in Zukunft noch häufiger sehen werden.

Die Watch 5 setzt einen neuen Standard für Wearables, doch die Frage bleibt: Wie viel bereit sind Nutzer wirklich für diese fortschrittliche Technologie zu zahlen?