Barrio sésamo kehrt zurück: nostalgie-welle in spanien
Für viele Spanier der Generation 80er und 90er waren sie ein fester Bestandteil der Kindheit: Espinete, Don Pimpón, die Katze Caponata – die Figuren aus „Barrio Sésamo“ (damals „Ábrete Sésamo“) erobern die Herzen noch einmal.

Rtve bringt die kindheitserinnerungen zurück
Seit dem 14. März veröffentlicht der spanische öffentlich-rechtliche Sender RTVE Episoden der beliebten US-amerikanischen Kinderserie wöchentlich im Archivo RTVE und auf RTVE Play. Die Serie, die 1969 von Jim Henson erschaffen wurde und mittlerweile in ihrer 55. Staffel die Marke von 4.800 Folgen überschritten hat, erlebte in Spanien in den 1970er Jahren eine große Popularität. Ursprünglich wurden amerikanische Folgen gezeigt, doch ab 1979 produzierte RTVE selbst eine spanische Version mit Stofftieren anstelle von Marionetten.
Besonders populär wurden die Figuren Espinete und Don Pimpón zwischen 1983 und 1988. Die Sendung, die neben den spanischen Produktionen auch Ausschnitte der Originalserie zeigte, bot den Kindern nicht nur Unterhaltung, sondern auch spielerisch didaktische Inhalte. Es war eine Zeit, in der Fernsehsender Kinder als intelligente Zuschauer behandelten – ein Konzept, das heute kaum noch existiert.
Die Rückkehr von „Barrio Sésamo“ ist mehr als nur ein Nostalgie-Trip. Sie erinnert an eine Fernsehlandschaft, in der Kindersendungen einen wichtigen Platz einnahmen und die Fantasie der jungen Zuschauer anregten. Der Erfolg der Serie zeigt, dass qualitativ hochwertige Kindersendungen auch heute noch gefragt sind – und dass die Erinnerungen an die eigene Kindheit immer einen besonderen Platz im Herzen haben.
Allerdings gibt es einen Haken: RTVE besitzt nicht mehr die Rechte an den Originalinhalten von Netflix, was die Ausstrahlung nur der spanischen Produktion erlaubt. Dennoch ist die Initiative ein Zeichen dafür, dass die Wertschätzung für die Kindheitsprogrammatik der Vergangenheit wieder wächst.