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Bom cine: valencia verabschiedet sich von einem sender – und wirft fragen auf

Die Telenova-Welt erlebt einen Schock: Der Kultkanal BOM Cine, ein fester Bestandteil des deutschen Fernsehens, wird seine Sendung in der Region Valencia endgültig einstellen. Am 29. Juli 2026 ist es aus – ein plötzlicher Schlussstrich unter eine ungewöhnliche Geschichte.

Ein deal, der bröckelte: die hintergründe des aus

Die Entscheidung des Consells de l’Audiovisual de la Comunitat Valenciana (CACV) ist einstimmig gefallen. Doch die Gründe dafür sind alles andere als unkompliziert. BOM Cine, der vor über einem Jahrzehnt mit einem Sondergenehmigung des regionalen Amtes seinen Start hatte, war an strenge Auflagen gebunden. Um sich gegen Konkurrenten zu behaupten, verpflichtete sich der Sender zu einer strikten Quote an valencianischer Sprache, einer hohen Eigenproduktion und der Beschäftigung lokaler Kreativer. Doch dieser Deal scheint völlig in Vergessenheit geraten zu sein.

Seit 2017 versuchte die Aufsichtsbehörde in Valencia vergeblich, die Einhaltung der Bedingungen zu überprüfen. Die Verantwortlichen der Sendergruppe Squirrel Capital lieferten keine aussagekräftigen Daten. Stattdessen präsentierten sie eine pauschale, aber unvollständige Darstellung der Programmstruktur – eine Strategie, die die Behörden eindeutig aufschrecken ließ.

Die realität hinter den kulissen

Die realität hinter den kulissen

Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Wenige Prozent der Sendungen wurden tatsächlich auf Valencianisch produziert, und der Anteil lokaler Produzenten lag bei Null. Die Programmstruktur war weitgehend zentralisiert und von Madrid gesteuert. Die Filme, die als regionale Inhalte liefen, wurden lediglich von dort aus gesendet – ein bloßer Wiederverkäufer von Kinofilmen, der keinerlei Bezug zur Region Valencia hatte.Diese Strategie ist schlichtweg inakzeptabel.

Die Entscheidung des CACV wirft nun die Frage auf, ob ähnliche Vereinbarungen auch in anderen Regionen Spaniens getroffen wurden. Eine umfassende Überprüfung ist dringend erforderlich, um sicherzustellen, dass auch hier die Rechte der lokalen Bevölkerung und die Vielfalt der Medienlandschaft geschützt werden.

Der Verlust von BOM Cine ist ein Verlust für die regionale Identität und ein Warnsignal für die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Sender. Es zeigt, dass reine finanzielle Interessen und die Bequemlichkeit zentralisierter Produktionsmodelle die Vielfalt der Medienbedürfnisse gefährden können.