Sánchez fordert china zu verantwortungsvoller ki und globaler zusammenarbeit auf
Der Bundeskanzler Pedro Sánchez hat china vor dem Wochenende zu einer verstärkten Kooperation bei globalen Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, aufgerufen. Ein dringender Appell an eine ‚verantwortungsvolle‘ KI-Entwicklung bildet das Zentrum seines aktuellen Regierungsvorstoßes.
Druck auf peking: wirtschaftliche abhängigkeit und geopolitische spannungen
Sánchez betonte in seiner ersten Rede während seines offiziellen Staatsbesuchs die Notwendigkeit einer ‚offeneren‘ Wirtschaftspolitik Seins, um die wachsende Handelsbilanzschuld zwischen der Europäischen Union und china auszugleichen – aktuell ein Defizit von 74 Prozent des gesamten Handelsvolumens Spaniens. Die 18-prozentige Steigerung des Defizits im letzten Jahr wird als ‚unhaltbar‘ kritisiert. Er forderte eine umfassende Partnerschaft, um eine globalisierte Wirtschaft zu schaffen, die Wohlstand für alle generiert.

Mehr als nur wirtschaft: klimawandel, abrüstung und entwicklungshilfe
Doch Sánchezs Forderungen gehen weit über rein wirtschaftliche Fragen hinaus. Er forderte china auf, seine technologischen Fortschritte mit weniger entwickelten Ländern zu teilen und die Schulden von Entwicklungsländern zu erlassen. Zudem forderte er Peking zu Beiträgen zur Bekämpfung des Klimawandels, zur Kontrolle von Atomwaffen, zur Beseitigung der Armut und zum Schutz der globalen Gesundheit auf. Die multipolare Weltordnung, die sich im globalen Umfeld abzeichnet, wird als Chance und nicht als Bedrohung gesehen.

„Multipolarität“ statt eurozentrischer ansichten
Sánchez betonte, dass china das Recht habe, sein Wirtschaftswachstum ohne Erlaubnis anderer Länder fortzusetzen. Er lehnte die Vorstellung ab, dass Europa eine ‚primitivistische‘ Allianz bilden müsse, die andere Nationen ausgrenze. „Wir sind nicht in der Vergangenheit gefangen,“ erklärte er scharf. Die ‚multipolarität‘ ist eine Realität, die akzeptiert werden muss – nicht nur verneint.

Kommerzieller wettbewerb und gegenseitiger respekt
Trotz dieser klaren Forderungen betonte Sánchez die Notwendigkeit eines ‚respektvollen‘ Umgangs miteinander. Die EU erwägt china sowohl als Partner als auch als Wettbewerber. Die Zusammenarbeit soll in allen Bereichen erfolgen, aber auch Wettbewerb in den Bereichen, in denen er notwendig ist, stattfinden. Die Streitkräfte der Länder sollen sich in der aktuellen Situation nicht in die Lage versetzen. Die chinesischen Ölnoten, die sich für die ersten Überquerungen des Hormus nach der US-Iran-Trilateral einsetzen, sind ein Zeichen für die neue Balance. “Wir sind dazu berufen, uns zu verstehen und zusammenzuarbeiten,” so Sánchez.

Ein blick in die zukunft: die rolle europas
Europa, so Sánchez, ist nicht nur ein Wirtschaftsstandort, sondern auch ein Garant für Stabilität, Wohlstand und Frieden. Mit seinen enormen Investitionen und seinem technologischen Know-how spielt die Union eine Schlüsselrolle in der Welt. Die 'kleine Größe' Europas muss nicht bewundert werden, sondern als eine Chance gesehen werden, in Partnerschaft mit China und anderen wichtigen Akteuren zu agieren.