Seltsame preiserhöhungen für selbstständige: 1,424 euro für freiberufler!

Eine unerwartete Preiserhöhung der monatlichen Beiträge für Selbstständige und Freiberufler in Spanien schockiert die Branche. Während die Beiträge grundsätzlich eingefroren bleiben sollen, sind sie unerwartet um rund 42 Prozent gestiegen.

Schockierende anpassung: warum es plötzlich teurer wird

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Die tatsächliche Ursache für diese plötzliche Erhöhung liegt nicht in einer last-Minute-Reform, sondern in der Umsetzung von Regelungen, die bereits vor vier Jahren festgelegt wurden. Konkret handelt es sich um die Aktivierung der Übergangsdisposition 7 des Real Decreto-Ley 13/2022.

Das System für tatsächliche Einkommen sah ursprünglich vor, dass die Mindestgrundlagen für diese Gruppen jährlich in den Staatsbudgets definiert werden sollten. Doch aufgrund des Fehlens neuer Budgets für 2026 wird stattdessen ein automatischer Mechanismus angewendet, der die Mindestgrundlage an die des 7. Regierungssektors knüpft. Dieser Schritt, so kritisiert die Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen (ATA), bricht das Prinzip der Progressivität, das der Reform von 2022 zugrunde lag.

Für Selbstständige mit moderaten Nettoeinkommen ist die Beitragshöhe von rund 1.000 Euro im Gültigkeitsbereich bis Ende 2025 auf 1.424 Euro gestiegen. Das entspricht einer Erhöhung von etwa 135 Euro pro Monat, was sich in zusätzlichen 1.620 Euro pro Arbeitnehmer über das Jahr niederschlägt. Lorenzo Amor, Präsident der ATA, verurteilt die „Inkompetenz der Regierung“, die es nicht schafft, die Budgets rechtzeitig aufzustellen. „Die Selbstständigen können die Inkompetenz der Regierung nicht bezahlen“, so Amor auf X.

Die Maßnahme betrifft mehr als 400.000 Familienmitglieder, die als freie Mitarbeiter tätig sind, und über 800.000 Selbstständige, die sich als Gesellschaftsunternehmen ausgeben. Eine Analyse der ATA zeigt, dass insbesondere Frauen über 50 Jahre im ländlichen Raum betroffen sind. Das Finanzministerium verteidigt die Anpassung als konform mit dem im Jahr 2022 vom Parlament gebilligten Fahrplan. Die Konvergenz der Grundlagen sei notwendig, um das System langfristig zu sichern.

Allerdings hat das Ministerium kürzlich eine Ministererklärung erlassen, die die Regulierung verzögert. Die Beitragshöhe soll erst ab 2028 angepasst werden, wenn die Mindestgrundlage erreicht ist. Amor warnt, dass die Selbstständigen innerhalb von einem halben Jahr mit einem „Schlag von 1.620 Euro“ rechnen müssen.

Die Debatte ist nun im Parlament angekommen. PP, Junts und Vox setzen sich für eine regulatorische Änderung ein, um die Grundlagen auf das Niveau von 2025 zurückzusetzen. Damit würden die Kosten für die kleinen und mittleren Unternehmen sowie die Selbstständigen, die als Gesellschaftsunternehmen agieren, reduziert. Der aktuelle Anstieg verschärft die bereits bestehenden Probleme, da Betriebskosten, Lieferanten, Mieten und Rohmaterialien die Gewinnmargen bereits belastet haben.