Smi steigt 2026: mindestlohn für kurzzeitjobs deutlich erhöht

Die spanische Regierung hat den Mindestlohn für 2026 angehoben – ein Schritt, der vor allem Beschäftigte in saisonalen Berufen betrifft. Für kurzfristige Arbeitsverhältnisse, die nicht länger als 120 Tage dauern, steigt der Mindestlohn auf 57,82 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde.

Die Entscheidung, die im Amtsblatt veröffentlicht wurde, soll sicherstellen, dass auch geringfügig Beschäftigte eine angemessene Entlohnung erhalten. Verändert wird auch der allgemeine Mindestlohn, der ab 2026 1.221 Euro für 14 Monatsgehälter beträgt.

Was bedeutet das für saisonarbeiter?

Besonders betroffen sind Branchen wie Landwirtschaft, Gastronomie und Einzelhandel, in denen viele Arbeitsverhältnisse nur für kurze Zeit bestehen. Der neue Mindestlohn für kurzzeitige Verträge beinhaltet nun auch anteilige Zuschläge für Überstunden, Sonn- und Feiertage sowie Urlaub – eine deutliche Verbesserung gegenüber früheren Regelungen.

Wer in Spanien arbeitet, sollte sich nun genau prüfen, ob die eigene Vergütung den neuen Standards entspricht. Eine einfache Überprüfung ist oft nicht ausreichend. Bei Verdacht auf Lohnunterschätzung empfiehlt sich eine formelle Anfrage bei dem Arbeitgeber, unter Berufung auf den neuen BOE-Beschluss. Bleibt dieser ablehnend, können Arbeitnehmer sich an Gewerkschaften oder Fachleute wenden.

Die Regelung gilt grundsätzlich für die reguläre Arbeitszeit. Bei Teilzeitbeschäftigten wird der Mindestlohn entsprechend der geleisteten Stunden berechnet. Auch Stundenlohnverträge werden entsprechend angepasst.

Doch Vorsicht: Auch wenn der neue Mindestlohn eine Erhöhung bedeutet, sind Zulagen wie Schicht-, Wochen- oder Jubiläumszulagen nicht davon betroffen.

Die neue Regelung ist mehr als nur eine Erhöhung. Sie ist ein Zeichen, dass die spanische Regierung die Bedürfnisse von Arbeitnehmern in flexiblen Beschäftigungsverhältnissen stärker berücksichtigt – und damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer gerechteren Arbeitswelt unternimmt. Wer seine Rechte kennt, kann sich nun selbstständig gegen ungerechtfertigte Löhne wehren.