Der qianlong-kaiser: ein leben voller kunst, krieg und kultur
Der mächtigste Herrscher Chinas, ein Kriegsherr, ein Kunstsammler und ein Schriftsteller: Kein anderes Leben ist so prall gefüllt mit Geschichte wie das von Kaiser Qianlong.

Ein leben lang die kunst und die macht vorangetrieben
Qianlong regierte China von 1735 bis 1796 – fast sechs Jahrzehnte lang. Seine langjährige Regentschaft war geprägt von militärischen Erfolgen, wirtschaftlicher Blüte und einer leidenschaftlichen Liebe zur Kunst.
Er war ein brillanter Feldherr, der zehn bedeutende Kampagnen führte und Chinas Territorium beträchtlich erweiterte. Doch seine größte Leidenschaft galt der Kunst. Als Schriftsteller verfasste Qianlong über 40.000 Gedichte und initiierte die Siku Quanshu, eine umfassende Bibliothek, die mehr als 15.000 Kopisten und 36.000 Werke benötigte.
Qianlongs kulturelle Ambitionen waren jedoch auch mit Spannung und Repression verbunden. Während er die Verbreitung von Kunst und Literatur förderte, setzte er auch ein Kulturinquisitorium ein, das unliebsame Werke verbrannte und Autoren hingerichtet. Etwa 30 Schriftsteller und Künstler fielen dieser Verfolgung zum Opfer.
Qianlongs Leidenschaft für Selbstdarstellung ging so weit, dass er Tausende von eigenen Siegeln herstellen ließ, die er auf Kunstwerke, Schriften und sogar auf Gräber setzte. Dies führte zu einer kontroversen Debatte über die Bedeutung dieser Signaturen für die Kunstgeschichte.