Schlafmangel schmuggelts gewicht ins spiel – neue studie enthüllt

Das vermeintlich einfache Rezept gegen die Seitenspreizer: Mehr Bewegung, weniger Kalorien. Doch die Wissenschaft zeigt: Ein unterschätzter Faktor kann diesen Bemühungen zuleide die Genäße rauben – der Schlaf. Und das mit potenziell gravierenden Folgen für die gesundheit.

Neue columbia-studie: weniger schlaf, mehr kilos

Die Harvard University hat jüngst eine Studie veröffentlicht, die eine deutliche Verbindung zwischen Schlafmangel und Gewichtszunahme aufdeckt. Die Ergebnisse sind erschreckend einfach: Weniger Schlaf führt zu einer Veränderung im Stoffwechsel, die sich in Form von Kilos auf der Waage bemerkbar macht. Die Studie, erschienen im ‘Annals of Internal Medicine’, untersuchte die Auswirkungen von Schlafentzug auf den Körper.

Es ging um 95 erwachsene Personen, die normalerweise zwischen sieben und acht Stunden pro Nacht schliefen. Die Forscher führten eine kontrollierte Studie durch, bei der die Teilnehmer über sechs Wochen hinweg jede Nacht 90 Minuten früher ins Bett gehen mussten. Das Ziel war es, die Auswirkungen dieser Schlafreduktion auf den Körper zu messen.

Die Ergebnisse waren alarmierend: Bereits eine Stunde und dreißig Minuten weniger Schlaf pro Nacht führten zu messbaren Veränderungen beim Teilnehmern. Im Nachgang dieser sechs Wochen hatten die Probanden durchschnittlich rund halbe Kilo zugenommen. Zusätzlich stieg der Umfang ihrer Taille, und sie verbrachten deutlich mehr Zeit mit inaktiven Tätigkeiten. Diese Entwicklung kann langfristig zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen, insbesondere im Bereich der Stoffwechselerkrankungen.

Hormonelles chaos durch schlafmangel

Hormonelles chaos durch schlafmangel

Die Forscher gingen tiefer und analysierten die Mechanismen, die dieser Gewichtszunahme zugrunde liegen. Eine zentrale Hypothese: Schlafmangel stört das Gleichgewicht zweier fundamentaler Hormone, die den Appetit regulieren. Die Greline, die das Hungergefühl verstärkt, und die Leptin, die das Gehirn über die bereits genommene Nahrung informiert – beide werden durch Schlafmangel aus dem Takt gebracht. Das Ergebnis: Ein gesteigertes Hungergefühl und eine erschwerte Kontrolle der Nahrungsaufnahme. Die Studie betont, dass Schlaf ein integraler Bestandteil jeder Strategie zur Gewichtskontrolle sein sollte.

Marie-Pierre St-Onge, Leiterin des Studienprojekts an der Columbia University, unterstreicht: